262
besetzt war. Die Rescrvegrenadiere lagerten auf der Straße beiden Waldungen von Eglofsheim; das dritte Corps auf denHöhen au diesem Dorfe, wo das Hauptquartier Carl's war;die Division Lindcnau (eigentlich zum 5. Corps gehörend) standbei Gebelkofen, die Cürasficre bei Traubling und Köffering, dieBrigade Vcczay bei Abbach, hinter ihr das zweite CorpS; eineBrigade von Hohenzollern endlich stand noch bei Lintach auf demrechten Labcrufcr, die Corps von Hitler, Erzherzog Ludwig undKienmayr erwartend, die sich in eben dieser Nacht hinter Geisen-hausen 14—10 Stnnden davon flüchteten. Die Stellung derOesterrcicher zwischen Abbach und Eckmühl bildete demnach ge-wissermaßen einen Halbkreis von der Donau bis au die Laber,in dessen Mitte 2 Divisionen von Davoust, und etwas rückwärtsdie übrigen Trupvenm äffen standen. Davoust und Lefebvredehnten sich von SaNtling bis Schirling aus, während baycr.Escadrons, welche über die Laber gegangen waren, dadurch diebei Nottenburg aufgestellte Division des Kronprinzen Ludwigverbanden.
Davoust hatte seine Bestimmung erreicht; er hielt das öfter.Haupthecr in Schach, und gestattete demselben nicht, auf denfolgenden Tag schon mit dem frühesten Morgen den Angriff zuerneuern. Die Oesterrcicher berechnen ihre Einbuße in den Ge-fechten bei Schirling, Sämling und Unterlenchlingen auf 11Offiziere und 415 Soldaten an Todten, 56 Offiziere und 2457Mann an Verwundeten. Davoust verlor etwa eben so viel.
Auch bei Schirling am 21. hatten die Bayern vortrefflichgefochten. Deßhalb äußerte sich Erzherzog Carl gegen den Be-amten von Eglofsheim ärgerlich: wie die Bayern so vergessenseyn könnten, nicht ihm, sondern den Franzosen zu helfen,richtete eine zügellose öfter. Soldateska in Zaizkofen, einem dembayerischen Minister Grafen M, Montgelas gehörigen Schlosse,furchtbare Verwüstungen an, und wollte dasselbe, sogar inBrand stecken, indem sie widerholt sagten, das Schloß Mont-gclaS'S, den sie als ihren stärksten Feind betrachteten, müsse inFeuer aufgehen.
Mit dem Siege von Landshut, mit der Wegnahme derOperationslinie, der Brückengcräthschaften, der Magazine desFeindes und mit der tiefen Verletzung dreier Armcccorps be-gnügte sich Napoleon nicht. Nur ein Theil seines Planes war