für die Franzosen und Rheinbündner wegen der steilen Abdachungdes Terrains.
Napoleon, die gegenseitigen Streitkräfte genau abwägend,das Ganze auffassend, gibt überall den Anstoß und leitet die Be-wegungen der verschiedenen Corps, denen der durchschnitteneBoden nur abgesonderte Gefechte gestattet; er legt den Nachdruckauf den rechten Flügel, wo er durch seine Gegenwart die In-fanterie von Lannes und die Reiterei anfeuert, und letztere, welcheer bisher nur theilweise beschäftigen konnte, nun in Masse aufdie Straße sendet, um sie in der Mitte zu entwickeln. Hieraufläßt er seine ganze Linie vorrücken: Davoust über Santling, vonMontbrun noch weiter links begleitet; Lefebvre mit.den Divi-sionen Deroi, Kronprinz von Bayern, Demont und Davoustzwischen der Straße; die Reiterei im Mittelpunkte, die bayerischeund französische auf den Flügeln, die würtembergische in derMitte; Vandamme und Lannes auf dem rechten Flügel bei Fack-hofen und Galsbach. Zu gleicher Zeit läßt er die Abtheilungen,die er in Reserve hält, an die Laber rücken.
Die franz. Reiterei erneuert ihre Angriffe; das auf denHöhen fortziehende Fußvolk steht einen Moment still, und bezeugtlebhaft sein Vergnügen an dieser brillanten Scene. Napoleonbedrängt den Fürsten Rosenberg auf der Fronte und auf beidenFlügeln; aber die Oesterreichs hören nicht auf zu kämpfen, undzeigen bei dieser Gelegenheit eine Standhaftigkeit, welche den Geistbeurkundet, den Carl seiner Armee eingehaucht nud welche einesbesseren Schicksals würdig ist. Rosenberg, seine Generale, seineObersten, fast sämmtlich verwundet, suchen sich auf ihrem Terrainzu erhalten und den Truppen Napoleons zu widerstehen, indemsie sich an die Spitze ihrer Mannschaft setzen, aber während dreiStunden des Gefechtes mit sehr geringer Verstärkung sich selbstüberlassen, von vorne, auf der rechten Flanke stark in die Enge, getrieben, auch von Lannes in die Flanke genommen und bedrängt,sahen sich die Oesterreicher gezwungen, der Uebermacht zu weichen.Rosenberg läßt seine Infanterie mitten durch das Gehölz vonSantling, die Artillerie und Reiterei auf der großen Straße nachEglofsheim zurückgehen und letztere weiß eine Zeit lang diefeindliche zahlreichere auszuhalten. Bei diesem rühmlichen Rück-züge wird der Fahnenträger vom l. Bataillon des öfter. Regi-ments Coburg tvdtgeschossen ; Feldwaibel Alois Faich ist der erste,