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leichter ist, den Uebergang auf das linke Ufer zn erzwingen, dader noch zu überschreitende Arm des Stromes nur etwa 200Schritte breit ist. Im Westen der Insel bildet das linke Ufereinen eingehenden Winkel, der einen vorthcilhaften Zugang indie kleine Ebene gestattet, die sich zwischen Aspcrn und Eßlingausbreitet. Die andern kleinen Inseln, wenn sie mit Geschützbesetzt werden, vertreten ganz die Stelle der Außenwerke einesfesten Platzes, und nöthigen den Gegner, weit vom äußern Um-fange entfernt zn bleiben.
Napoleon bestimmte auf den 20. Mai mit Tagesanbrücheden Uebergang über die Donau. Er wollte die Abwesenheit derArmee deS Erzherzogs Johann, des Heertheiles von Collowrathund anderer Corps bei Krems, Preßburg, an der Laitha u. s. w.benutzen, und betrieb deßhalb die Arbeiten zum Brückenbau nochlcbhaftcr. Der Kaiser ertheilte dem Marschall Maffena Befehl,sein Corps in Bereitschaft zu halten, um am 20. die Donau ganzin der Frühe passiven zu können. Die leichten NciterbrigadenPire, Colbert, Marulaz und Bronyeres, die weit aus einandergezogen waren, sollten um 5 Uhr des Morgens bei Kaisers-Ebersdorf, die Truppen von Lannes um 9 Uhr Morgens des-selben Tages eintreffen. Der Marschall Bessieres erhielt Befehl,die 3 CürassierSdivisionen heranzuziehen; Marschall Davoust dieDivision Morand nach Wien zu ziehen, die Division Friantdaselbst marschfertig zu halten, überhaupt sein Armeecorps zumUebergang und zur Schlacht zu bereiten, den General Gudinmit seinen Truppen und den Sapeurs und Pontonnicrs des drittenCorps von Sieghartskirchen nach Nußdorf gehen zu lassen, umdie Vorbereitungen zu dem Brückenbau daselbst fortzusetzen undum hauptsächlich in der Nähe von Spitz Fähren einzurichten,sobald sich die franz. Reiterei auf der jenseitigen Ebene entwickelthaben werde, und endlich seine leichte Reiterei über Tulln längsder Donau herunterziehen zu lassen, um die Bewegungen desFeindes im Auge zu bchälten.
Am 19. Mai um 5 Uhr Abends kam Napoleon nach Kaiser-Ebersdorf, wohin sein Hauptquartier verlegt wurde, untersuchtealle getroffenen Anstalten auf das genaueste, überzeugte sich, daßman alles zusammengebracht, was unter den obwaltenden Um-ständen möglich war, und befahl dem Marschall Massen» denBrückenschlag beginnen zu lassen. Die Bataillone des Generals