die Offiziere hingen ihm eifrig an, die Gemeinen waren ihmunbedingt ergeben, vorzüglich die böhmischen Soldaten, denen erals Generalcapitän ihres Landes noch besonders angehörte. Woer sich zeigte, schallte ihm jauchzender Leberuf entgegen, der demFeinde leicht seine Anwesenheit verrieth, aber nicht ganz unter-sagt werden konnte.
Um 12 Uhr Mittags setzten sich die öfter. Colonnen, derDisposition gemäß, in Marsch. Die Armee war von frohemMuth und Vorgefühl deö Sieges beseelt. So wie die Stärkeund die Bewegungen des Feindes offen zu Tage lagen, eben sowar das Vorrücken der öfter. Armee in mehreren Colonnen, diein dieser Ebene sich gegenseitig wahrnehmen konnten, vor allenden Hindernissen und dem Mangel an Uebereinstimmung gesichert,welchen unter andern Umständen diese anmarschirendc Schlacht-ordnung ausgesetzt war. Die Fronte des Marsches aus derursprünglichen Stellung der Armee zwischen Stammersdorf undDeutsch-Wagram, betrug zwar mehr als eine Meile, doch ver-ringerte sich die Ausdehnung fortwährend, nach dem Verhältnißdes wettern Vorrückens, und es konnte, vermöge der den äußer-sten Flügeln angewiesenen Anlehnungspunkte, Enzersdorf undAspern, nicht fehlen, die ganze Armee in einer zusammenhängen-den, in der Mitte eingebogenen Linie, zu vereinigen, welche, in-dem sie den Feind umfaßte, ihn verhindern mußte, seine furcht-bare Streitmacht zu einfallt». Die öfter. Armee sollte demnachin cinein Halbkreise, dessen Sehne der Raum zwischen den Dör-fern Aspern und Eßling bildet, die französische umfassen; derBoden war eben, die Colonnen konnten in völliger Verbindungmit einander bleiben, und sich wechselseitig unterstützen; sie kameneinander immer näher, je mehr sie gegen den Feind vordrangen.Die Hauptmacht der Reiterei war gegen die franz. Mitte ge-richtet, während die beiden Flügel die beiden Stützpunkte, Aspernund Eßling, erobern sollten, von deren Besitz offenbar die Ent-scheidung der Schlacht und die Eristenz der Franzosen auf demlinken Donauufcr abhing.
Die Ereignisse des gestrigen Tages, die Berichte der leichtenReiterei, aller Anschein von Ruhe am Morgen des 21., trugendazu bei, Napoleon in völliger Sicherheit zu erhalten, daß derFeind nichts unternehmen würde. Derselbe schien ihm in seinerPosition höchstens einen Angriff völlig leidend abwarten zu