machen, welche aber nicht eindringen konnte; denn die Stellungder Franzosen in dem unteren Theile bildete gleichsam einen festenAbschnitt, an welchen sich ihr linker Flügel stutzte. Fürst Hohen-zollern mit der dritten Colonnc langte aber eben zur rechten Zeitan, um zu den gemeinschaftlichen Angriffen der beiden erstenColonnen mitzuwirken; er war durch Breitenlce gegangen, undhatte seinen Nachtrab gegen Hirschstädten vorgeschoben, wo dieserschon bei'm Ansänge der Schlacht mit der Reiterei der französ.Vorposten scharmuzirt hatte. Jetzt ließ er sein Corps in zweiTreffen anfmarschiren, seine Batterien vorführen, und den Angriffauf das Centrum der feindlichen Aufstellung durch eine lebhafteKanonade eröffnen, während Bellegarde, nun in Verbindung mitHollenzollern, gegen die rechte Flanke deS Postens auch zwei rei-tende Batterien, gedeckt durch einige Reiterei, und das Infanterie-Regiment Neuß-Plaucn versendete, um ihn von allen Seitenanzugreifen, und Hitler ebenfalls dazu seine Geschütze ins Feuersetzte. Zu gleicher Zeit entwickelte Hohenzoller» sein erstes Treffenin Bataillonsmasscn, und rückte kühnen Schrittes mit demselbenzum Angriff vor. Bald begann die fürchterlichste Kanonade,welche das Dorf in der Fronte und in den Flanken faßte. EineRauch- und Feuersäule, die von diesem beschränkten Horizontesich erhob, verhüllte von Zeit zu Zeit die Bewegungen der Oester-reichs; lange Zeit kämpften die Franzosen entgegen, wurden abernach der hartnäckigsten Gegenwehr gezwungen, den größten Theilvon Aspern abermals zu räumen, als Massena herbeieilte.Seine Gegenwart diente statt der Verstärkung, die er nicht brin-gen konnte, weil die Division Lcgrand, großentheils aus Baden-ern und Hessen-Darmstädtcrn gebildet, rechts in der Richtungvon Eßling als Reserve stehen bleiben mußte. Von dem BesitzeAsperns hing alles ab.. Wenn die Oesterrcicher sich desselbenbemächtigten, so befanden six sich mit großer Macht an denBrücken, und konnten leicht Napoleon die Verbindung mit demrechten Ufer abschneiden, und ihm den Rückzug sperren.
Dieses beträchtliche Dorf ist mit einem Damme umgeben,hinter welchem die Vertheidiger und Angreifenden abwechölungs-weise gedeckt standen; es erstreckt sich von Osten nach Westenauf dem äußern Rande eines kleinen Donauarmes, der nur wenigWasser hat, und eine kleine buschige Insel umschließt. Der Zwi-schenraum bis zum Flusse nimmt großentheils ein Vorwerk ein,