Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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Michaud bewog, die fernere Ausführung dem Obersten Vautiervom 1. westphäl. Negimente zu übertragen. Der Befehl hiezulangte in dem Augenblicke an, als sich eben die Spitzen desSchill'schen VortrabeS von der Seite von Sulldorf zeigten;Uslar zog es daher vor, anstatt der Rückkehr nach Magdeburg,dem Kampfe als Freiwilliger beizuwohnen. Vautier hingegen,entweder von seinem lebhaften Temperament getrieben, oder imVertrauen auf einige Unebenheiten deS Terrains, und weil derGegner von einer andern, als der erwarteten Seite andrang,verlor keinen Augenblick, die vortheilhaste Stellung hinter derSulze zu verlassen, und 400 Schritte vorwärts Dodendorf seineTruppen in drei geschlossenen Vierecken aufzustellen; Dodendorfblieb jedoch besetzt, und dicht vor dem Dorfe erhielten die beidenGeschütze ihre Stelle,

Schon vor dem Dorfe stieß Schilt auf einige franz. Husaren,von denen einige gefangen, die anderen versprengt wurden.Von einer Erhöhung konnten Schill und die Seinen den Feindund dessen Stärke übersehen; und nicht sobald hatte jener einenBlick auf die sich sormirenben Feinde geworfen, als er rief:„Seht Kinder! sie fürchten sich; schon bilden sie Quarrees —auf sie los!" Kaum hatte er gesprochen, als ein donnerndesVivat erscholl, und jeder seinen Säbel schwang; der Major riefseine Offiziere zusammen und sprach: „Rückwärts laust keinWeg, gehen Sie, meine Herren zu Ihren Eseadronö und flößenSie Muth ein!" Schill ließ nun seine Reiterei in 3 Colonnensich abtheilen, um den Angriff zu beginnen; die wenige Infan-terie, die sich an ihn und seine Sache angeschlossen hatte, unddie mitunter noch zu schlecht bewaffnet war, als daß er auf sierechnete, ließ er in einiger Entfernung dem Feinde entgegenrücken,um denselben in Rücksicht der Stärke zu täuschen. Wie der An-griff beginnen sollte, ritt Lieutenant Stock zu Schill heran, undsprach: „Herr Major! Lassen Sie uns Blut schonen, erlaubenSie, daß ich vor die Fronte des Feindes reite und einige Wortean die Herzen ehemaliger preußischer Unterthanen richte."Konnte durch ein unblutiges Mittel bewirkt werden, daß sich diewestphälische Truppe zu ihren Landsleuten schlug, so konnte die-ses Begebniß, gleich beim ersten Zusammentreffen, nicht nurheute den Ausschlag geben, sondern auch später noch gute Folgehaben. Lieutenant Stock, von edlem Eifer beseelt, ritt also an das