Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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tentheils bei ihren Kanonen nieder, und die beiden Geschütz-!wurden genommen. Ein Husar, Namens Witte, mitten durchden Leib geschossen, rief auf der Erde liegend seinen Kameradenzu, sich tapfer zu halten. Dem Husar Sommerfeld wurde dreiSchritte vor einem Quarree das Pferd unter dem Leibe er-schossen. Ohne sich weiter zu besinnen, springt Sommerfeld auf,haut zu Fuß in daS Viereck ein, reißt einem Soldaten das Ge-wehr auS der Hand, und schlägt damit so lange um sich, bisdurch die ihm folgenden Husaren die entstandene -Lücke benütztund daS Quarree gesprengt wird. Schick ernannte ihn hieraufauf der Stelle zum Unteroffizier; Rittmeister von der Ketten«bürg wurde von mehreren Schüssen getroffen; herabsinkcnd vomSchlachtreife rief er einigen Husaren zu, die ihn aufhebenwollten: „Laßt mich liegen, um eure Kameraden in der Arbeitzu unterstützen!" Lützow wurde schwer verwundet; die Lieute-nants v. Wedel! und Zaremba, welche sich zu Anfange des Ge-fechtes etwas zu weit vorgewagt hatten, fielen verwundet demFeinde in die Hände; dafür fielen 6 Offiziere und IM Solda-ten, sämmtliche Pulverwageu, Geschütze, mehrere Fahnen, eineMenge Waffen und Gepäcke in die Hände Schill'S und derSeinigen. Der Oberst Vautier erhielt eine tödtliche Wunde,sein Bruder ward gefangen, und dem Generale Uölar wurdedas Pferd unter dem Leibe erschossen.

Der Kampf konnte für geendigt und der Sieg für unzwei-felhaft gellen, wenn nicht die beiden franz. Compagnien, voneinem hohen kriegerischen Ehrgefühl durchglüht, einen ange-strengten Versuch gemacht hätten, den Wahlplatz zu behaupten.Zurückgezogen auf den nächst dem Dorfe, auf einer steilen An-höhe gelegenen Kirchhof, leisteten sie, unter Anführung des Capi«täns Sellcr, einen eben so entschlossenen, als wirksamen Wider-stand. Vergebens ließen die reitenden Jäger ihre Pferde hintersich, und stürmten gegen die Höhe an. Ihre Zahl war zu ge-ringe , und der Vortheil der feindlichen Stellung zu entschieden,als daß es ihnen hätte gelingen können, sich des Postens zu be-mächtigen; sie verloren vielmehr bei diesem Gefechte den Lieu-tenant v. Boigt, der sie führte. Die wenige Infanterie, die sichbisher Schilt anschloß, und ihm folgte, führte dieser eben soumsonst zum Angriff. In diesem Gefechte erwarb sich jedochein gewisser Mundt, Sohn eines Maurers in Aschersleben, erst