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nicht ohne lebhafte Besorgnisse, und gab jeden Gedanken einesferneren Angriffes auf. Michaud schickte Boten über Boten anden stanz. General Gratien, der mit einem holländischen Corpsin Hannover stand, um ihn schleunigst nach Magdeburg zu be-rufe»; zum Theil fielen die Boten in Schill's Hände, selbstMichaud's Bericht über das Gefecht bei Dodendorf an denKriegsminister, obgleich er mit demselben einige Tage gezögerthatte. —
Da alle' Aussicht zu einer glücklichen Unternehmung aufMagdeburg verschwunden war, die Sache, die Schilt verfocht,diesseits der Elbe so vielfache Freunde nicht fand, als er gehoffthatte; selbst die geringere Zahl, welche die gleichen Grundsätzeund eine edle Begeisterung dafür hegten, irre an seinen unsicherenSchritten zu werden schien, und jede öffentliche Erklärung scheu-ten, bis ein festerer Halt in seine Unternehmungen gekommen seynwürde; da es alith immer bekannter wurde, daß seine Unter-nehmung nicht als der erste Schritt Preußens zur Theilnahmean dem Kriege angesehen werden dürfe, beschloß er, nach derAltmark zu ziehen, deren Bewohner, bei ihrer alten Anhäng-lichkeit an Preußen, er geneigter glaubte. Vor allem dachte erdort ein tüchtiges Fußvolk zu bilden, dessen Mangel er bei Do-dendorf schwer empfunden hatte.
Nachdem Schills Schaaren die Nacht größtcnthcils frei-lagerud während des schrecklichsten Wetters zugebracht hatten,verließen sie am 6. Mai mit dem anbrechenden Morgen Wanzlcbenwieder. Die sonstige Fröhlichkeit war verschwunden, ernsteStille herrschte überall, denn so mancher treue Freund, den dasAuge unwillkürlich am gewohnten Platze stichle, war nicht mehr.Die wohlthätig erwärmenden Strahlen der Sonne, die dieDurchnäßten wieder trocknete, erzeugte mit dem Wohlbefindendes Körpers zugleich erneuerte Heiterkeit des Geistes; heroischeMelodien wurden angestimmt; die Gebliebenen würdig betrauert.Als Beispiel der außerordentlichen Stimmung muß man hierfolgendes Begebniß erwähnen. Die Husaren der zweiten Esca-dron riefen den Husaren Sondermann auf, sich zu rechtfertigen,wo er bei dem zweimaligen Einhauen gewesen. Da der GrafMölke bestätigte, er habe das erste Mal an seiner Seite ge-fochten, entschuldigte Sondermann seine spätere Abwesenheit da-durch , daß er bei der Beute eines Offiziers, den er gefangen