nicht rasch gegen die Weser drang, um die unvorbereiteten undvereinzelten Feinde zu überfallen und zu vernichten. Allein seinGedanke ging dahin, festen Fuß an der Elbe zu fassen, undMecklenburg und die Küsten der Ostsee entweder als Untcr-stützungs-, oder im Nothfalle als Rückzngspunkte hinter sichoffen zu behalten. Er beschloß daher, die kleine Festung Dömitz,hart jenseits der Elbe, zu überrumpeln, um einen festen Punktzu besitzen, der zum Aufbewahrungsort seiner Verrathe undGefangenen dienen, und sie gegen feindliche Streifzügc sichernkonnte. —
Schick brach, dem Anscheine nach mit ganz andern Ent-würfen beschäftigt, am 13. Mai mit seiner gestimmten Machtvon Arneburg auf, und kam den 14. nach (Vorleben, wo Qui-storp am 15. einige vorgefundene Kähne mit 2 CompagnienInfanterie bemannte, und schnell die Elbe hinab steuerte, umDömitz zu überrumpeln. Ungesehen näherten sich diese bis aufeine halbe Meile, und landeten, gedeckt durch einen Wald, imAngeflehte des FortS, ungeachtet der Commandant, der mecklen-burgische Major von Nöder, nicht ganz ohne Nachricht vondiesem ihn bedrohenden Unternehmen geblieben war.
Die Garnison von Dömitz bestand aus etwa 50 Invalidenmit unbrauchbaren Waffen, und aus 12—14 Artilleristen, diekeinen Begriff vom Gebrauch ihrer Waffen hatten; auf denWällen befanden sich etwa 30 Stück Geschütz von verschiedenemCalibcr, allein es fehlte an Pulver, brauchbaren Kugeln undandern Mitteln der Vertheidigung. Auf das Gerücht der An-näherung einer Schill'schen Streifparthei begab sich der Comman-dant zu Pferde vor das Thor, um zu rcognosciren, ward abersogleich von einer, durch den Lieutenant v. Keller angeführtenPatrouille gefangen genommen; er wollte sich zwar anfangsretten, allein die Schill'schen drangen ihm rasch nach, Lieutenantvon Dalwigk setzte ihm ein Terzerol auf die Brust, als er ebender Wache zurief, Feuer zu geben, und zwang ihn selbst, derThorwache den Befehl zur Streckung der Waffen zuzurufen.Sobald Schilt die Schlüssel der Stadt, die ihm nach Gorlebencntgcgengesandt wurden, empfangen hatte, brach er mit der Rei-terei zu Lande nach Dömitz auf, während er das Fußvolk in15 Fahrzeugen auf der Elbe dahin nachfolgen ließ.
Dömitz liegt au der Elbe, etwa eine halbe Meile von der