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satzung wieder. Die gefangenen 11 Offiziere und 557 Unter-offiziere und Soldaten wurden auf Wagen fortgebracht.
Das schlimmste Leos wurde denen von Schill's Schaar,die lebendig in die Gewalt der Feinde gefallen waren. Härtensie lieber den Heldentod um den Führer gefunden, um demschmählichen Tode gemeiner Hinrichtung oder der Galceren-sclaverei zu entgehen! Die gefangenen Unteroffiziere und Ge-meinen wurden nach Frankreich.gefübrt, wo sie als „Brigands"zur Galeerenarbeit in den Häfen von Brest und Cherbourg ver-urtheilt wurden, nachdem man in Braunschweig zuvor nochEinige füselirt hatte. Die Offiziere mußten bis zu Anfang desJuli im Gefängnisse sitzen, und wurden dann, gemeinen Ver-brechern gleich, nach Cassel, endlich nach Wesel geschleppt; dorttrat am 16. September eine von dem franz. General Dalle-magne berufene, militärische Spezialcommission, unter dem Vor-sitze des Bataiüonschefs Grand, zusammen, welche die Lieute-nants Iahn (31 Jahre alt), Carl v. Wedelt (23 Jahre alt),dessen Bruder Alb. v. Wedelt (20 Jahre alt), v. Keller (25Jahre alt), Gabain (25 Jahr alt), v. Flemmiug (19 Jahr-alt), v. Keffenbringk (18 Jahr alt), v. Tracheuberg (25 Jahr-alt), Schmidt (29 Jahr alt), Felgentreu (22 Jahr alt) undGalle (29 Jahr alt) — „als zu der Bande von Schilt ge-hörig," — zum Tode verurtheilte. An demselben Tage, Nach-mittags um 3 Uhr, wurden diese Offiziere zu Zweien ancinander-gcfesselt, erschossen. Sie starben mit Heldenmuth. Die beiDodendorf gefangenen Schill'schcn Offiziere Heinrich v. Wedeltund Zaremba verseufzten mehrere Jahre in stanz. Kerkern, bissie auf General Hogendorp'S Verwendung Befreiung fanden.Der Nest der Schill'schen wurde 1814 durch den Sieg des ver-bündeten Europa's von den Galeeren befreit.
Das war das Ende Schill's und seiner Getreuen! —Kanitz <) sagt hierbei: „Wohl mag Schill's Unternehmen hartenTadel verdienen, wohl dürste bei einer strengen Untersuchunggefunden werden, daß er der Aufgabe, die er vermessener Weisesich selbst gegeben, oder von Andern verleitet übernommen hatte,
i) Nachr. und Betracht, über die Thaten und Schicks, derReiterei, 2. Thl. S. tS2.