Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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sey, er eilte sogleich vom großen Kreuze an der Straße, wo erwährend des Treffens zu finden war, herbei, stellte sich an dieSpitze eines starken Hausens Tiroler und einer Abtheilung vonLusignan, vereitelte die gefährliche Absicht, und warf den Feind.So ist die Schlacht auf der ganzen Linie allgemein. Eisensteckenwar im Centrum an der Spitze der Tiroler und Angreifenden,rastlos mit Rath und That voll grimmiger Tapferkeit; die Ti-roler fochten, wie die Bayern, mit einem Hcldcnmuthe, von demman wünsche» möchte, daß er nicht im Kampfe von Deutschengegen Deutsche aufgewendet worden wäre. Mit umgekehrtemGewehre stürzten sie sich mitten in den Feind, und erstürmtenunter dem heftigsten Feuer einzelne besetzte Lusthäuser und Maicr«Höfe; die Verwundeten verschmähten alle Hülfe, und wollten nichtvom Kampfplätze weggetragen seyn, um nicht die Anzahl derKämpfer zu vermindern. Mehrere tödtlich verwundete Tirolerließen sich lieber unter die nächsten Bäume führen, feuerten alleVorübergehenden zum Streit an, und versicherten: „Sie sähenden Himmel offen, sie stürben für Gott, Kaiser und Vaterland!"Ein Vater brachte nur die Leiche seines Sohnes aus dem Ge-fechte fort in Sicherheit, und kehrte dann auf der Stelle wiederin das Feuer zurück.

Die bayr. Truppen suchten durch ein lebhaftes Feuer denFeind aufzuhalten, warfen sich bald gegen die Mitte und dieFlanken desselben, und rückten mehrere Male mit der größtenEntschlossenheit vor; allein ihr heftiges Geschütz- und Gewehr-Feuer that wenig Schaden, weil die Oesterrcicher, noch mehr aberdie Tiroler meist gedeckt standen, oder doch den Vortheil derStellung für sich hatten. Der stürmende Versuch der Bayern,den feindlichen linken Flügel zwischen der Eiche und dem Hußlhofzurückzuwerfen, war fruchtlos, auch ließen sie bald davon ab.

ES war Mittag 1 Uhr, als die Mitte der Oesterrcicher undTiroler die nördlichen Höhen des Berges Jscl krönte, welche dieEbene von Wiltau beherrschen, — über die Sillbrücke mit demrechten Flügel in Verbindung; während ihr äußerster linker sichüber den Hußlhof nach Galwies verlängerte. Von jenen Höhenerblickten sie den Vortrab von dem Zuzüge der Ober-Jnnthaler,die unter Major Tcimer aus der Hauptstraße von Zirl längs derMartinswand gegen Kranabiten in den Rücken des Feindes sichbewegte. Eine andere Abtheilung Ober-Jnnthaler, von Tcimer