Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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ländern in wenig Stunden ausgeführt werden. Es war zudemdein Interesse der Coalition im höchsten Grade angemessen, denPabst nach Sardinien oder nach Sizilien zu führen; denn wennMurat die zur Vertheidigung Neapels bestimmten Truppen nachNom sendete, so gab er seine Hauptstadt den Siziliancrn undEngländern preis, indem es an Streitkräften fehlte, um beidevon einander so weit entfernte Punkte zu gleicher Zeit zu decken.Murat wollte daher den Entscheid durch einen Handstreich be-wirken. Nachdem er die Oonsulm von Nom vergeblich aufge-fordert hatte, durch die Entfernung deö heil. Vaters die Gefahreiner Entführung zu beseitigen, gebot er den Padst aufzuhebenund in das toscanische Gebiet abzuführen. General Radct, demdie Errichtung der Gensdarmerie in dem Kirchenstaate aufgetragenworden war, erschien noch in der Nacht vor dem Quirinal miteiner Abtheilung ital. und neapol. Soldaten. Da man die Thoredes Palastes verschlossen fand, erstiegen fenc die Mauer der so-genannten Panatierra an der niedrigsten Stelle, und öffnetendann von innen der übrigen Truppe die Hauptpforte; mansprengte die Thüren zu den innern Gemächern und kam zu demGemache dcS heil. Vaters. Unerschrocken empfing er den sranz.General in seinem obcrpriestcrlichcn Ornate, und sah die Kriegernahen, ohne zu erbleichen. Radet ermähnte ihn zur Annahmeder zwei Millionen, zur Resignation seiner weltlichen Macht undzum Widerruf der Ercommunication. Ohne Stolz, aber mitruhiger Würde, wie es die Umstände mit sich brachten, schlug derPabst den Antrag aus, worauf Nadet entgegnete: „in diesemFalle habe ich Befehl, Sie aus Rom zu führen." Der heiligeVater protestirtc mündlich gegen dieses Verfahren, und erklärtealles, was die franz. Regierung gegen ihn, gegen den Kirchen-staat und gegen den römischen Stuhl verfügt habe und nochverfüge, für nichtig und ungültig. Endlich versicherte er, er seybereit, man möge mit ihm vornehmen was man wolle; der Un-schuldige dürfe nichts fürchten, selbst wenn man ihn auf dieMarterbank oder zum Tode führe. Hierauf ergriff er mit dereinen Hand ein Cruzifir und mit der andern sein Brevier, undfolgte Nadet und den Soldaten. Man brachte ihn in einenWagen, der mit einem Schlüssel verschlossen ward; Radet setztesich selbst in das Cabriolet am Wagen und brachte Plus VII