Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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seine Armee in Deutschland erlitten hatte, von Neuein mit Energie.Die Junta von Sevilla verkündigte in ihren Aufrufen, daßRußland und Preußen Frankreich den Krieg erklärt hätten, daßEnglands Heere, mit denen von Spanien und Portugal vereint,nicht nur die Halbinsel von Feinden reinigen, sondern dieselbennach Frankreich verfolgen werde, und daß der General Morcaunächstens als Generalissimus der spanischen Armee in Frankreicherscheinen werde.

In Preußen schien Vielen der Augenblick gekommen, sichgegen Frankreich zu erheben. Die Schlacht von Aspern hattealles begeistert. Der Kaiser von Oesterreich selbst hatte denObersten v. Stcigentesch an den Hof nach Königsberg gesandt,um den König zur Theilnahme an dem Krieg zu bewegen; jenerwar zugleich Ueberbringer eines Schreibens des Prinzen vonDramen, dessen Inhalt leicht zu errathen war. Die Umgebungdes Königs war für den Krieg; der General Scharnhorst sagtein einem Memoire an seinen König: „Ich will nicht entehrt indas Grab steigen; ich wäre es, wenn ich nicht riethe, den gegen-wärtigen Augenblick zu benützen, um Frankreich zu bekriegen."Blücher schrieb im gleichen Sinne, eben so der Graf Golz mitdem Beifügen, daß er um seinen Abschied bitte, im Falle derKönig nicht zu einem Kriege sich entschließen würde. Ehe dieseraber sich entschied und mit Oesterreich verband, wollte er nocheinen Schlag abwarten, und mittlerweile sich noch rüsten. Ersagte in einer Unterredung zu dem Obersten Steigentesch: „Ichhoffe zu kommen, und hoffe sogar nicht allein zu kommen." DerMinister Beyme sagte dem Obersten, daß der König Lust habe,sich mit Oesterreich zu verbinden, allein sich nicht sogleich dazuentschließen könne; übrigens da seine Umgebung für diese Liirungsey, so hoffe man ihn fortzuziehen, und somit zur baldigen bestimmtenEntscheidung zu bringen; denn wenn der König bestimmt seine-Theilnahme an dem Krieg aussprach, so wollte er doch in Ab-sicht des noch längeren Wartens auf einen zu ersetzenden Schlagund der besseren Herstellung seiner militärischen Kräfte nicht seineMeinung ändern. Die Königin ließ den Obersten vor seinerAbreise noch einmal rufen, und wiederholte ihm mit Thränen inden Augen, daß sie ihn bald wieder zu sehen hoffe. So war derMieg Preußens mit Frankreich so viel als gewiß, wenn Oeste,-