Streifwache von 14 Chasscurs und jagte sie im ersten An-pralle auseinander. Eine leichte Wunde nicht achtend verfolgteer hastig seinen Weg; zwei Male setzte er über Mauthschrankenhinweg, welche ein feindlicher Jäger herabgelassen hatte, um dasVerfolgen zu erschweren, und nahm diesen gefangen, der, die Pi-stole auf der Brust, gestand, der Intendant sey die Straße nachHollfeld geritten und könne nicht weit seyn. Sogleich sprengteGravalowskp fort, und nach einer Weile war auch Tournonsein Gefangener. Noch glaubte der Wackere nichts ausgerichtetzu haben, da das Personale des Intendanten, seine wichtigeSchriften und die Kasse noch nicht eingeholt waren. Er sam-melte nun seine Uhlancn, sandte durch Einen seinen Gefan-genen zurück, und brach mit den übrigen seitwärts gegen Forch-hcim auf, wo er noch die Wagen Tournon's erreichte und ihreBedeckung versagte. Seit 36 Stunden war er beinahe nichtvorn Pferde gekommen und hatte mehr als 18 Meilen zurück-gelegt; er wurde wegen seines Diensteifers und Muthes zumWachtmeister befördert.
Am 14. erließ Nadivosevich eine Proclamation: „Baireuther!Ihr habt meine Soldaten wie Freunde empfangen; ich sage EuchDank dafür im Namen meines Kaisers, der Eure guten Gesin-nungen kennt und Euch als brave Deutsche schätzt. Doch, Bai-reuther! mit bloßen Gesinnungen ist es nicht gethan in diesemAugenblicke, wo das Schicksal so vieler Völker auf dem Spielesteht, wo entschieden werden soll, ob Deutschland noch länger dasJoch fremder Willkür tragen, oder ob es sich wieder milder Ge-setze erfreuen soll; ob der Name: „Deutscher" ein Spottnamebleiben, oder ob er von unsern Nachbarn wieder mit Achtung ge-nannt werden soll; darum, wem seine Erniedrigung nicht lieb ist,der lege mit Hand an an das Werk der allgemeinen Erlösung, wel-ches unsere siegreichen Waffen an den blutigen Tagen von Eßlingund Prcßburg so herrlich begonnen haben!..... Wer Muth inder Brust fühlt, und wen häusliche Verhältnisse nicht binden,der greife zu den Waffen und Helfe ihn mitfcchten, diesen letztenKampf um deutsche Freiheit und deutsches Recht! Der Majorv. Nostiz hat von meinem Kaiser den ehrenvollen Auftrag er-halten, Euch einstweilen unter öfter. Panier zu versammeln; eiltzu ihm, brave Baireuther! Er wird Euch bewaffnen, und Euchdahin führen, wo Ehre und Belohnung Eurer warten." Und