Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Der Augenblick war kritisch; Laroche sing nicht allein aus den 2eroberten, sondern auch aus ein paar mitgebrachten Geschützenzu feuern an, und griff mit seiner Mannschaft den Wald an, inden sich ein Theil des öfter. Fußvolkes geworfen hatte. Bereitsfing es bei dem öfter. Corps an Munition zu fehlen an, als 4Compagnien Infanterie und ein Trupp Reiter mit vielen Trom-meln und Trompeten links abmarschirten, um die entblößte feind-liche rechte Flanke zu gewinnen und den General Laroche selbstlärmend anzugreifen; einzelne Plankler von der Infanterie undReiterei mußten diesen Marsch cotoyren, der durch Waldgrup-pen maskirt wurde. Diese unerwartete, entschlossene Bewegungimpvnirte glücklich, Laroche gab eiligst seine Angriffe auf denWald-auf, seine Reiterei rctirirte auf die Straße von Hipoltstein;die bapr. Infanterie aber warf sich in Bischosswald und zog sichauf Nottenbcrg zurück. Dieser AuSgang deö Gefechtes war fürdie Existenz des Nadivoscvich'schen Corpö nothwendig; denn siegteLaroche, so konnte er in einem Tage nach Baireuth marschiren,die in Cantonirungen liegenden Feinde überfallen, theilweise auf-reiben, dann nach Eger verbrechen, die dortigen Vorräthe zer-stören und Schrecken und Lärm in Böhmen verbreiten, wodurchvielleicht daS öfter. Hauptheer gezwungen wurde, bedeutende De-taschirungen dahin zu machen. Michanovich setzte nun seinenMarsch nach Baireuth fort, wo er am 30. Juni einrückte.

Durch diese Streifzüge der Oestcrreicher, durch die Insur-rektion einiger bearbeiteten Länder, sahen sich die Könige vonBayern und Würtemberg zu neuen Anstrengungen genöthigt.Jener stellte, nachdem er freiwillige Jäger aufgerufen und for-mirt hatte, sein ganzes Volk zur Vertheidigung gegen den äußernFeind und zur innern Sicherheit unter die Waffen; dieser da-gegen vertraute nur seinen Soldaten. Die Annäherung derOcsterreicher in den süddeutschen Reichen, die Ueberfälle Bam-berg's und Nürnberg's erregten namentlich die Besorgnisse desKönigs von Würtemberg, der nur über einige tausend Mann zuverfügen und dabei noch mit den Vorarlbergern und Mergent-heimern zu thun hatte. Er schrieb an den Marschall Kellermannum Hülfe, und setzte sich selbst mit einem Truppencorps, inwelchem der Kronprinz und der Prinz Paul befehligen sollten,nach Ellwangen in Bewegung, um mit den Reservetruppen Na-poleons dem in Franken eingerückten Feinde zu begegnen. Da