Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Hubertsburg fortgesetzt hatten, und am 26. bis Stauchwitz gekom-men waren; von Hubertsburg aus erließ der Herzog von Braun-schweig einen Aufruf an die westfälische Armee, in welcher fol-gende Stellen vorkommen: „Westfalen! Ihr Deutsche! wolltgegen Deutsche fechten? Eure Bruder sind es, gegen die Ihrzieht,^die gekommen sind, Eure Fesseln zu zerbrechen und Deutsch-lands Freiheit zu erkämpfen! Auf denn, Hessen, Preußen,Braunschweiger, Hannoveraner, und Ihr alle, die Ihr den hohenNamen Deutsche führt, eilt herbei, um mit uns DeutschlandsSchmach an seinen Unterdrückern zu rächen und unser unglück-liches Vaterland von dem schufen Joche zu befreien, unter demes schon lange seufzt. Der Augenblick der Befreiung ist gekom-men, kein günstigerer erscheint wieder. Tonaparte's stolze Machtist bei Ajpern durch den Erzherzog Carl zertrümmert; Schwabenund Franken sind im Aufstande; Oesterreicher dringen gegenFrankfurt vor; Engländer sind gelandet, und Preußen rückenheran!..."

Der König von Westfalen marschirte nun über Erfurtnach Leipzig und traf ain 26. Nachmittags mit 100 Mann seinerGarde du Corps, mit Grenadieren, Jägern, Chevaurlcgers undLanciers, mit 3 holläf. Infanterieregimenten!, 1 Bataillon franz.Voltigeurs, 1 Bergischen Infanterieregimente, dem 2. holländischenCürassicrregimente und 36 Kanonen in Leipzig ein. Am 27.musterte Jerome die holländ. Truppen unter Grasten, und sen-dete sie zu den vorausmarschirten Truppen Thielemann's undd'Albignac's und gegen Dresden weiter; am 28. Juni folgtendie andern Truppen, über die er ebenfalls Revue gehalten hatte,und um 12 Uhr ging er selbst von Leipzig gegen Dresden zuseinen Truppen ab.

Die Lage Böhmens und der Armeecorps in Sachsen undBaireuth hatten die Aufmerksamkeit des öfter. Generalissimus,Erzherzogs Carl, um so mehr auf sich gezogen, als der Com-mandirende in Böhmen, General Graf Riesch, die Annäherungzweier feindlichen Arineecorps unter dem König von Westfalenund General Junot gemeldet, und die Unmöglichkeit vorgestellthatte, Böhmen gegen einen überlegenen Angriff zu schirmen.Der Generalissimus konnte in diesem Augenblicke keine Truppenentbehren; er suchte daher durch Ernennung eines thätigen underprobten Mannes zum Corpscommandanten der zur Deckung