bestand, und die Arricrgarde für das Ganze bildete, gingen aufRossen.
Nachdem sich das braunschweig. Corps in Marsch gesetzthatte, erhielt der Herzog durch zuverlässige Kundschafter die Nach-richt, daß die Feinde von Leipzig aufgebrochen und schon überÄolditz und Waldheim vorgerückt seyen, jedoch wurde der Marschnach Rossen fortgesetzt, ohne beunruhiget zu werden. Als aberder Herzog die Defileen dieses Städtchens passirt, und sich aufden Anhöhen von Klosterzelle gesetzt hatte, ließen die sächsischenund westphäl, Neitcrpatrouillen sich bei Ober-Marbach, welchesvor der Fronte lag, sehen, und fingen mit den Feldwachen zuplänkeln an. Bald zeigten sich indessen größere Abtheilungen vom10 französ. Armeecorps, und da aus ihren Bewegungen hervor-ging, daß man gegen den Herzog zum Angriff anrücke, so stelltedieser seine Truppen folgendermaßen zum Gefechte auf: das De-filee von Ober-Marbach, welches längs der Fronte hinlief, unddas Dorf selbst wurden stark mit Jägern besetzt; die Artillerieoberhalb des Dorfes placirt; die Reiterei kam in die linke Flankeauf das Plateau des Berges zu stehen, um sich nach allen Seitenhinbewegen, besonders aber den das Defileeetwa passireudenFeind mit Nachdruck zurückwerfen zu können; der General Am-Ende, der die dritte Colouue führte und sich nun unter weitungünstigeren Umständen in die Nothwendigkeit gesetzt sah, zuschlagen, besetzte die Höhen von Rossen. Ungefähr um 2 Uhrnach Mittag begann Lhiclemann das Gefecht. Während einerwohluntcrhaltenen Kanonade umgab eine große Linie von Ti-raillenrs die Fronte des schwarzen Corps, und während es hierbeschäftigt wurde, zog sich der größte Theil der Reiterei undInfanterie nach dem rechten Flügel, um den linken des Herzogszu umgehen, was aber nicht gelang. Doch focht man bis Abends10 Uhr, wo die Nacht dem Gefecht ein Ende machte. Der Ver-lust war auf beiden Seiten nicht bedeutend; von den Braun-schweigern wurde der bekannte Jnfantcrieofsizier v. Omistorp, dersich nach Schik's Untergang zu dem Herzog begeben hatte, ver-wundet.
Da dieses Gefecht nicht entscheidend gewesen war, indem dieSachsen und Wcstphalen noch hinter Ober-Marbach standen, wohinsie sich zurückgezogen hatten, um, wie es schien, den Morgen zuerwarte» und dann das Gefecht zu erneuern, so war es noth-