Siebenzehntes Mich
Nach dem glücklichen Gefechte der Oestsrreicher bei Pordenoneglaubten viele schon die Frage entschieden, ob Italien fortfahrensolle, einen Staat unter Napoleon's Hoheit zu bilden, oder obeö unter Oesterreichs Herrschaft und Einflüsse zurückkehren sollte,und zwar zu Gunsten der letzteren Macht.
Der Vicekönig von Italien, Eugen, hatte bei der sich immermehrenden Gefahr bei Sacile an der Livenza eine concentrirteStellung genommen, obwohl mehrere seiner Generale ihm denRückzug weiter fortzusetzen, und die Vereinigung der noch ausToskana und Neapel erwarteten Truppen abzuwarten riethen.Eugen beschloß den Erzherzog Johann anzugreifen, ehe derselbenoch seine Hauptarmee mit den übrigen sich nähernden Heer-haufen vereinigt hätte. Wenn auch der Erzherzog noch nichtseine ganze Macht auf einen Punkt zusammengezogen hatte, sowar er doch dem Vicekönig an Streitkräften nicht wenig über-legen und der Ausgang mehr als zweifelhaft. Allein Eugen gabauf den 16. April seine Bestimmungen zur Schlacht, und riefdie Divisionen, die über die Livenza gesetzt hatten, zurück. Um4 Uhr Abends des 15. Aprils hörte die öfter. Armee bei Por-denone 4 Kanonenschüsse bei Sacile, welche Johann und seineGenerale für ein Zeichen zum wettern Rückzug der feindlichenArmee gegen die Piave hielten, wie alle Nachrichten es vermu-then ließen, während sie gerade ein Zeichen für Serras waren,von Brugncra zur morgigen Schlacht einzurücken.
Am 15. April war das Hauptquartier des Erzherzog in