203
der Straße nach Sacile verfolgten und viele Gefangene mach-ten. Ein ununterbrochenes Kartätschenfcuer anS den BatterienNcisner's schmetterte die Angriffscolonnen des 9. stanz. Regi-ments nieder, die von Fontana stedda nochmals gegen Villadotvorzudringen suchten.
Sechs Stunden hatte dieser Kampf schon gedauert, als derBan Ginlap die Blöße benutzte, welche die Franzosen gaben,indem sie den größten Theil ihrer Macht auf ihren rechten Flü-gel conzentrirten und den linken dadurch zu sehr schwächtenwas für sie um so verderblicher werden konnte, da hei einem un-glücklichen Ausgang der Schlacht sie nur nach Sacile sich zu-rückziehen konnten, weil nur dort in dem Augenblicke eine Brückeüber die angeschwollene Livenza beftanv. Ban Ginlap erfaßteganz die Wichtigkeit des gegenwärtigen Augenblickes; er sah ein,daß der Besitz von Sacile Entscheidung bringen mußte, und be-fahl daher dem General Marziani, es zu stürmen, wozu ihmnoch eine Fußbatterie bcigegeben und Vigonovo in der Absichtstark besetzt wurde, um im Falle des Mißlingens den Rückzugder Brigade zu sichern. Der Erzherzog Johann hatte diesesvon dem Banus angeordnete Unternehmen nicht nur vollkommengcbilliget, sondern auch den General Graf Ggrvasine mit demInfanterieregimente Reiskp und einigen andern Truppen zurUnterstützung nachgesandt; früher schon hatte der Ban zweiBataillon seines Corps, auf Bitte des Majors Grafen Kinskpdes Gencralqnarticrmeisterstabes, auf Saut Antonio vorführenlassen, welche zur Behauptung von Porcia viel beitrugen. Es war 5Uhr Abends, als General Marziani durch Vigonovo verbrach,pm über S. Giovanni del Tempio Sacile zu erreichen; er nahmS. Giovanni ohne Mühe einigen Bamillons von Broussier abUnd der Ort ging in Flammen auf.
Durch dieses Manöver sah Eugen seine Verbindung aufSacile bedroht, und befahl das Abbrechen des Kampfes aufallen Punkten, so wie den allgemeinen Rückzug, um so mehr,als er eingesehen hatte, daß er sich gegen so tapfere Feinde, dieihm schon die Flanke abgewonnen und allgemein auf seine LinieloSgingen, nicht länger mehr halten könne. Je mehr aber dieTruppen in das Gefecht verwickelt waren, desto schwerer fiel es,sie aus demselben in Ordnung zurückzuziehen; man mußte vor-erst den Feind anfallen, um deir zu sehr bedrängten rechten Flist