Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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aufheben zu können glaubte; dieser aber bildete auS seinerInfanterie ein großes Viereck und stellte rückwärts in seinerFlanke die Reiterei und rechts seine und Sahucs Artillerie aus,welche durch ein starkes Jnfanterie-Carrü gedeckt wurde. Wolfs-kehl, die Sciuigcu durch eigenes Beispiel ermuchigend, griff ander Spitze seiner Reiter diese Stellung au; die Bataillons vonDesair trotzten den feindlichen Reitern und waren unerschütter-lich, Wolfskehl erneuerte seine Angriffe mit den braven Reiter-regimentern, die er selbst bis an die franz. Bataillone führte;die letzteren erlitten großen Verlust, schloßen aber ihre Lücke undsetzten ihr Feuer fort. Da Wolfskehl überall gleichen Wider-stand fand, so suchte er die Flanken von Desair zu umgehenund sich auf die Furchen zu werfen, durch welche Eugens Heerdesilirte.

Engen erkannte das Wagniß seiner Unternehmung, die Piavegewaltsam zu überschreiten, und die Gefahren, die seinem Vor-treibe drohten. Man mußte siegen, um diesen zu retten, unddiesen mühevollen Uebergang zu beendigen, den er unmöglich noch»einmal vornehmen konnte; man mußte dem Feinde durch einUebermaaß von Kühnheit Ehrfurcht gebieten und noch einigeStunden gewinnen. Die Spitze seiner Jnfanteriecolonnen kamerst an; er beeilte sich daher, die Dragoner des General Pullyrechts von Desair, und die leichte Reiterei Sahuc's links vondiesem, im heftigsten Feuer stehenden General zu setzen und diebereits am andern Ufer der Piave befindlichen Truppen zu er-muntern. In drei Treffen geordnet, rüstete sich Wolfskehl indem Augenblicke zum Angriffe, als Eugen den Generalen Pullyund Sahne befahl, den Oesterrcichern zuvorzukommen. Dieöfter. Infanterie kam immer noch nicht an; das 28. und 29.sranz. Dragonerregimcnt dagegen warfen sich auf den linkenFlügel von Wolfskehl; General Sahne, an der Spitze des 25.und 6. sranz. reitenden Jägerregiments, griff den rechten Flügelan. Wolfskehl hatte Verstärkung von noch mehr Reiterei ansich gezogen und sich wacker zum letzten Angriff und Kampf ge-rüstet. ES entstand ein Handgemenge, das eine halbe Stundedauerte; Wolfskehl's Neitertreffen wurden auf dem lirken Flü-gel durchbrochen und die von den Anstrengungen erschüttertenSchwadronen gegen die Mondra geworfen und lebhaft verfolgt.Der Artilleriegeneral Neisner, als er eben einige Batterien gegen