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während der Nacht und im Verlaufe des folgenden Morgensvon Gacta nach Neapel überzusetzen versucht hatten, hier aberfetzt von den englischen Kriegsschiffen in Besitz genommen wurden.
Außer der sehr bedeutenden Anzahl von Getödtcten undVerwundeten, welche die Neapolitaner in diesen verschiedenenGefechten verloren, wurden über 1500 Mann zu Gefangenengemacht, unter welchen sich 1 Brigadegencral, 2 Obersten undüber 75 Offiziere aller Grade befanden. Die Zahl der von denBritten erbeuteten Geschütze betrug gegen 100 Stücke; auchwaren die erbeuteten Kriegsvorräthe nicht unbedeutend.
Nachdem zu Folge eines Scheinangriffes in dein Golf vonSt. Martin das äußerste Ende von Calabrien entblößt wordenwar, warf sich mittlerweile Oberstlieutenant Smith nach Scilla,um sich dieses Forts zu bemächtigen, allein der stanz. GeneralPartouneaur begegnete ihm hier wacker. Um Scilla zu ent-setzen, rückte er mit überlegenen Truppen auf Smith, und zwangihn so schnell die Belagerung aufzuheben, daß er sein Geschützim Stiche lassen mußte. Die Operationen Smiths in Unter-Calabrien waren also nicht von demselben Glücke begleitet, wiedie des Hauptcorps; übrigens sprengten Murat's Truppen inder Nacht des 2. Juli die Festungswerke von Scilla, räumtendie Küste, und ließen nicht nur den von den Engländern erbeu-teten Park, sondern auch viel eigenes Geschütz und sonstige Kriegs-vorräthe zurück.
Die neapolit. Flotte hatte sich unter die Batterien vonPozzaoli und Bajae begeben, und versuchte vor den englischenSchiffen die Rückkehr in den Hafen von Neapel. Kühn segeltesie durch die brittischen Schiffe, wurde aber verfolgt und mußteim Angesichtc von Neapel, an der Spitze von Posilippo ein Ge-fecht bestehen, erreichte jedoch nach vierstündigem Gefechte denHafen.
Von Jschia und Procida aus beherrschten die Anglo-Sizi-liancr den Golf von Neapel und Gaeta; es war auch einigeMannschaft auf der Insel Ponza, einer Station der englischenSchiffe, auf der Hälfte des Weges von Rom, und bedrohtediese Stadt wie Neapel. Die Engländer warfen Agenten, Emis-säre, Geld, Proklamationen u. s. w. an die Küsten Italiens;allein Murat gewann doch die nöthige Zeit, alle angesponnenenComplotte zu vereiteln, und den Angriffen begegnen zu können.