275
dadurch die Stellung im Nucken zu nehmen. Hrabovsky eiltedeshalb mit 14 Escadron Hohenzollern Chevaurlegers nach derGegend, in welcher die Gefahr nahte, durchwatete unter demfranz. Kanonenfeuer die Licca, erreichte die stanz. Vorhut nachanderthalb Stunden bei Ostrovicza, und hielt sie durch kleineAngriffe und Neckereien so lange auf, bis die nachgeschickten 2Bataillons Annalisten, welche über die Budakerbrücke marschirtwaren, eintrafen. Unterdessen rückte auch Oberst Nebrovich imCentrum am rechten Ufer der Licca vor, ging über die Brückebei Bellay, und griff die zwischen den Hügeln gestellten franz.Truppen an. Marmont ließ das 18. leichte Infanterie-, unter-stützt vvm 5. Limenregimente das Mittel und das 79. Regimentgegen die Flanke der lAngriffskolonnen Nebrovichs richten; inzweiter Linie standen das 81. Regiment und 1 Bataillon des 11.General Sopez an der Spitze des 18. erreichte die Oesterrcichcrund nahm ihnen 2 ScchSpsünder, wurde aber dabei schwer ver-wundet. Nach einem lebhaften Kampfe wurde Nebrovich mitseiner Abtheilung zurückgedrängt. Die stanz. Regimenter, 18,5,79,81, 11, zeichneten sich dabei vorzüglich aus; in einem all-gemeinen Angriffe schlugen sie die Gegner, die, ohne den Schul;einer jenseits der Licca aufgestellten Batterie sehr übel mitgenom-men worden wären. Auch der franz. General de Launoy wurdean der Spitze des 79. NegimentS verwundet. Auf dem rechtenFlügel schlug sich General Delzons mit dem 8. Negimentc; dieColonne des Hauptmann Hrabovsky stürmte gegen ihn ein. DerDivisionsgeneral Clauscl ließ das 8. Regiment durch das 11.,unter Anführung des Oberster Bachelu, unterstützen. Beide be-währten ihren alten Ruhm und widerstanden den Angriffen. Aufdem öfter, rechten Flügel beobachtete Hauptmann Gcrstorf vomGeneralstabe den äußersten linken Flügel der Franzosen am Wel-lebit. Das Gefecht dauerte bis spät in die Nacht. Die Er-schöpfung auf beiden Seiten machte endlich dem Kampfe einEnde, indem die Streitenden beiderseits in ihren genommenenStellungen blieben.
Kaum war der Tag angebrochen, alsMarmont sich auf denlinken Flügel der Oesterreicher warf, dort den Sieg zu entschei-den. In der Nacht war aber seine Absicht dem Oberst Nebrovichbekannt geworden, und er schickte daher dem Hauptm. Hrabovskygegen Morgen des 22. noch 2 Bataillons und 5 Kanonen zur
18 »