führten sie wieder vor, allein ganz geordnet konnte diese zer-streute und »»abgerichtete Reiterei nicht mehr werden; doch hiel-ten sich mehrere Regimenter zusammen, und nur der Mangelan Disposition, und daß kein Sammelpunkt bestimmt war, ver-anlaßte, daß mehrere Abtheilungen und die eben im Anmärschebegriffenen Heveser, Gomorcr, Borsoder und Zcmpliner Insur-genten , 3022 Mann zu Fuß und 500 zu Pferde nach Ofenzurückzogen.
Der öfter. Oberstlieutenant Hummel, in dem Maierhofe vonKis-Megpcr sich selbst überlassen, umringt von Feinden und ohneHoffnung deS Rückzuges, zog mit seiner Schaar rühmlichen Todder Gefangenschaft vor. Hauplinaim Fistncr vom RcgimcnteSt. Julien fiel mit einer Compagnie auf den rechts der Maueranrückenden General Secras und warf ihn; ein Gleiches ge-schah links bei dem Schafstalle. Drei Compagnien Gratzer Land-wehre unter den Hauptleuten Bcrtold, Marcon und Schmutzjagten die in der Fronte angreifenden Bataillons des Brigade-generals Noussel, die bereits die Mauern überstiegen hatten,zurück, wobei ihre drei Anführer verwundet wurden. Aber anmehreren Orten war die Mauer zusammengeschossen, die franz.Division hatte den Maierhof umzingelt; durch hineingeworfeneGranaten fingen verschiedene Stellen desselben Feuer, und derBrand vcrbrcücte sich. Der Hanptmann Sccolitz vorn Infanterie-regimente St. Julien kämpfte im Rücken der Stellung an derMauer, neuerdings drangen die Franzosen ein, wurden aberwieder hinausgeworfen; Hauptipann Knobloch von der GratzerLandwchre stand dort an der schwächsten Seite, dennoch griffSerraS diesen Posten wieder vergeblich an, und verlor dabei36 Offiziere und 650 Soldaten. Jetzt kam der Vicekönig vonItalien herbei und befahl den Sturm. Serras ließ die Thoremit der Art einschlagen; die Grenadiere vom 106. Regimentedrangen zuerst in den innern Hofraum ein, wo das Gefechtmitten in dem Brande, den die Haubizen verursacht hatten, vonNeuem begann. Als schon alle Seitengebäude in Flammen stan-den , sammelte der entschlossene Hummel die Seinigen, um sichmit ihnen in den Schüttkasten zu neuer Vertheidigung zu werfen;die Fahne wurde abgerissen, ihr Träger wickelte sie um den Leib.Allein die Franzosen erriethen die Absicht, stürzten von allenSeiten auf Hummel los, und nahmen vor dem Thore des Schütt-