Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Meinung bestärkt; es schien indessen, daß die Franzosen diesesMal den Ueber,gang an mehreren Punkten, und zugleich versuchenwürden, namentlich gegen die schwarze Lache und bei Preßburg.Letzteres war aber wohl nur durch die Stellung des Davoust'schenCorps, diesem Posten gegenüber, einigermaßen wahrscheinlich.Man srcutc sich, einen zweiten Tag von Aspern herbeizuführen,und war in Bereitschaft, die Franzosen zu empfangen, allein Na-poleon blieb ruhig. Ihm war einstweilen genug, den Feind aufeiner beträchtlichen Strecke im Schach zu halten, und den Ge-neralissimus auf vier Hauptpunkten mit einem Uebcrgange zubedrohen, während Davoust und Eugen für sich allein schon eineOperation an der untern Donau unternehmen konnten.

Auch unterhalb Preßburg hatten Napolcon's Generale an-deutende Bewegungen gemacht, die die Ocsterrcichcr vermuthenließen, sie wollten sich in der großen Schütt festsetzen. Diesegroße, flache, von Gräben und Buschwerk durchschnittene, dochzugleich bebaute Niederung, die sich an die kleine Schütt an-nähert, war besetzt, auch auf letzterer hatten sich bereits die Fran-zosen festgesetzt.

General Bianchi, um sich von der Stärke und den Anstaltendes, dem Brückenkopf von Preßburg gegenüberstehenden Heer-theiles von Davoust zu überzeugen, hatte in der Nacht vom 11.auf den 12. Juni eine Verstärkung von Geschütz nach demBrückenkopf gezogen, die Batterien des Feindes zu kanouiren an-gefangen, und die Neste des Dorfes Engerau, das schon bei deinAngriffe vom 3. Juni zum Theil niedergebrannt war, mit Wurf-geschütz in Brand gesteckt. Die Franzosen beantworteten dieseKanonade nur schwach und hielten ihre Truppen außerhalb derSchußweite zurück. Ihre erste Linie stand bei Äittsec im Lager,dahinter aber hatten sie auch die Höhen von Wolfsthal und Haim-burg (zwischen der Donau und Leilha) besetzt, woselbst des be-deckten Bodens wegen ihre Stärke dem General Bianchi unbe-kannt blieb. Die Nachricht von den, am 14. gegen die Erzher-zöge Johann und Joseph ausgeführten Operationen bei Naabzeigte, daß des Feindes Absicht nur dahin, nicht auf das March-feld und auf Preßburg gerichtet war.

Davoust, von seinem Hauptquartier zu Haimburg aus, unter-stützte die Bewegungen Eugcn's, bedrohte die Ocstcrreichcr vorpreßburg, und ernährte zum Theil die große Armee und Wien