Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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und Kreisbehörden, welche in dem vorn Feinde besetzten LandeS-thcilc sich befinden, so lange dieser Zustand der Dinge dauert,in anderen, vom Feinde noch freien Gegenden ganz aufstöre.Ich finde mich veranlaßt, zur allgemeinen Warnung bekannt znmache», daß scder, der sich unterfangen würde, Verfügungen vonobgesagtcr Art in Gegenden, welche vom Feinde nicht besetzt sind,zu verkündige», oder sie gar daselbst vollziehen zu wolle», nachder Strenge der militärischen Gesetze werde behandelt werden.(Unterzeichn.) Erzherzog Earl, Generalissimus."

Der Erzherzog Earl hatte sich für die Offensive entschieden,deren Vortheile er aus mehrjähriger Erfahrung kannte, jedochbeabsichtigte er nicht, die Donau zu überschreiten, um aus solcheWeise den für seine Eommuuikatioucu besorgten Gegner zum Rück-züge zu veranlassen, oder den etwa verharrenden zur Schlachtherauozufordern. Eine solche Unternehmung würde gegen denumsichtigen, kühnen Gegner, dem gleichfalls beide Flußnser zuGebote standen , ohne Erfolg gewesen seyn, hätte selbst gefährlichwerden können. Der Plan deS Erzherzogs trug eine viel bessereVerheißung in sich. ES war mit Gewißheit vorauszusehen, daßNapoleon nirgend Etwas unternehmen würde, da er in seinerjetzigen Lage nicht bleiben konnte, also eine Entscheidung herbei-geführt werden mußte. Der Erzherzog Carl wollte daher diesenUebergang abwarten, und dann den günstigen Augenblick be-nutzen, die Franzosen theilweise zu schlagen.

Daß die öfter. Armeen nicht alle sogleich auf das Marchscldgezogen wurden, dazu finden wir den Grund in der Befürch-tung , die Franzosen würden nicht mit ihrer ganzen Macht beider Lobau, sondern in mehreren Theilen, vielleicht zugleich ober-und unterhalb derselben übersetzen, und die Oesterreicher dannvon mehreren Seiten her zugleich anfallen.

Die Beharrlichkeit des Erzherzogs in seiner Stellung hinterder Donau rechtfertigte sich auch später, da der Feind keine bes-sere Gegend für seinen neuen Angriff wußte. Auch sein Wort,das man sich mittheilte: jeder Tag, den man auf dem March-felde stehen bleibe und den Feind unthätig festhalte, sey als einSieg zu betrachten, konnte unter den damaligen Umständen wohlgelten, wo England thätig, Preußen zum Aufbräche bereit, Nord-deutschland einer neuen Bewegung offen war. Die Schlacht vonAspcrn war weithin durch Deutschland geklungen, und hatte