Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Vreruiid)wan)igstes Auch

Der Erzherzog Carl ordnete bei seiner Armee ein kräftigesEingreifen an. Am 4. Jnli Abends erhielt dieselbe die Weisung,wenn die Nacht kanonirt würde, bis Tagesanbruch in Ruhe zubleiben, dann aber marschfertig zu seyn. Wirklich begann, sobald es dunkel wurde, von den Oesterreichern ein heftiges Geschütz-feuer, dem aber das der Franzosen begegnete, welche gleichzeitigalle Batterien spielen ließen, die Einäscherung Enzersdorf unddas Verderben der feindlichen Werke zu erwirken, und den An-griff auf das öfter. Heer vorzubereiten. Das öfter. Geschütz ver-mochte wenig gegen die starken Werke der Lobau; die französ.Mannschaft auf der Mühleninsel oder Mühlau, welche als ver-muthlicher Uebergangspunkt mit Kugeln überschüttet wurde, legtesich zu Boden und litt ebenfalls wenig. Dagegen zeigte sich dieWirkung des franz. Angriffes; in seinem Zwecke lag zusammen-hängendere Absicht und stärkerer Nachdruck, sein Geschütz warzahlreicher, in kurzer Zeit stand Enzersdorf in Flammen, und dieöfter. Batterien strebten fruchtlos gegen die übermächtigen feind-lichen. Nachdem die Gegend eine Zeit lang durch den Brandder kleinen Stadt Enzersdorf erhellt gewesen, verdunkelte sich derHimmel mit schwarzen Gewitterwolken, der Regen strömte nieder,die Flammen minderten sich, das Geschütz feuerte seltener, undverstummte zuletzt völlig; ein furchtbares Sturmgewitter, wieNiemand ein ähnliches erlebt zu haben vermeinte, wüthete nunüber daö weite Marchfeld.