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feindliche Truppen ihren Weg gegen Brünn genommen hätten,und daß die Hauptmacht des Feindes sich auf der Straße vonZnapm befände. Ermächtigt, seine Richtung nach den ihm zu-kommenden Nachrichten selbst zu nehmen, zog er sich links, umbei Laab die Drucke über die Tapa zu gewinnen. Davoust, dernoch Grouchy'S Dragoner und Arrighi's Cürassiere bei sich hatte,sollte Marmont unterstützen; da dieser ihm aber sagen ließ, daßer keiner Unterstützung bedürfe, und ihm angab, wie er nun ma-növeriren werde, so setzte Davoust TageS darauf seinen Marschauf Nikolsburg fort.
In der Nacht und am Morgen des 8. erhielt Napoleonverschiedene Meldungen, des Inhaltes, daß der Feind sich aufden Straßen von Krems, Horn, Znaym, Laab, Nikolsburg nachBöhmen und Mähren zurückziehe; daß der Erzherzog Johannüber Goding sich dem Erzherzog Carl nähern zu wollen scheine;daß Giulap, der Banus von Croatien, gegen Wien anrücke.Napoleon mußte zu gleicher Zeit auf diese verschiedenen PunkteRücksicht nehmen und abwarten, bis die Bewegungen sich deut-lich zu erkennen gegeben haben würden. Wenn er seine ganzeMacht auf der Straße nach Znaym vorgehen ließ, so konnteCarl nach Brünn marschiren, und sich mit Johann vereinigen;wenn er sich von Wien entfernte, so konnte letzterer sich dahinbegeben, und dort mit allen Früchten der Siege der Franzosenihre Verwundeten aufheben; wenn endlich Carl Böhmen unge-stört erreichte, so entbrannte der Krieg von Neuein. In demMaße, als endlich die Nachrichten bestimmter wurden, was Na-poleon seine Vorkehrungen. Masscna erhielt den Befehl, am 8.Nachmittags 4 Uhr mit seinen Truppen die Straße von Znaymzu fassen, die zwischen der von Brünn und der von Horn liegt;Davoust sollte aus WülferSdorf marschiren. Napoleon betriebdie zu Wien schon im Juni getroffenen Anstalten, um dieseHauptstadt nach Außen und Innen in Vertheidigungszustand zusetzen. Das Festungsgeschütz sollte auf 100 Stück, die Munitionauf 500 Schüsse für sedes Geschütz, die Garnison auf 6000 Manngebracht, und auf 6 Monate mit Lebensmitteln versehen werden.Er befahl zugleich, eine Brücke aus Pfählen herzustellen, unddieselbe durch selbststandige Werke zu decken, und erneuerte zu-gleich seine Befehle in Bezug auf die Vertheidigung der PlätzeMolk, Göttweih, Naab, Linz, Passau. Er trug dem Prinzen
Schneidawind, Bd. 11. 00