Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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gnugte sich, einige Geißeln zn stellen und anzunehmen. Aufeinmal kamen um 6 Uhr Abends 30 russische Dragoner und 60Kosaken in vollem Gallopp in die Stadt und nahmen im Namenihres Souverains Besitz von derselben. Man versichert, Erz-herzog Ferdinand habe den Nüssen versprochen, auch diese Stadtihnen zu überlassen. Vielleicht weil man öfter. Seits gehoffthatte, Frankreich und Rußland dadurch zum völligen Bruch zubringen.

Mitten in der Nacht erhielt Poniatowsky die Anzeige, einauf Wagen herbeigeeiltes russisches Corps habe Krakau - besetzt,was ihn bestimmte, sogleich aufzubrechen. Obwohl er, als ervor der Stadt am 15. um 6 Uhr frühe mit 14,000 Mannanlangte, die Straße durch die russische Brigade Sievers vonder Division Suwaroff versperrt fand, befahl er dennoch, Krakau,die alte Hauptstadt der polnischen Herrscher, wo die Gebeineder alten Könige liegen, zu besetzen. Die Capitulation derOesterreichcr gab den Polen ein unstreitiges Recht auf diesenOrt, die Wiege der polnischen Größe. Daher forderte Wladi-mir Potocki, Commandant der polnischen Avantgarde, die Rus-sen auf, sofort Platz zu machen, und erklärte ihnen, einzuhauen,wenn sie sich dessen weigerten. Allein die Russen öffneten ihreReihen und die Polen besetzten nun Krakau. Als nachher noch5000 Russen einrückten, wäre es unvermeidlich zu Händeln ge-kommen , hätte nicht Poniatowsky die franz. Adler aufgepflanztund die Stadt im Namen Napoleon's in Besitz genommen.Poniatowsky verständigte sich ferner mit den Russen dahin, daßdiese ein besonderes Stadtviertel bezogen, au§ welchem sie nichtohne besonderen Urlaub gehen durften, sowie es auch den Polennicht gestattet war, in dieses Quartier sich zu begeben.

Der General Schauroth war mit seinem öfter. Corps, nachder Uebergabe von Leinberg an die Russen, durch ganz Gallizienmarschirt und dann weiter in die Bukowina gegangen, währenddie Generale Mohr und Myndet sich in das öfter. Gebiet zogen,das südlich von Krakau sich ausdehnt.

Allen weiteren Kämpfen der Polen mit den Oefterreichernsind der weiteren Spannung der ersteren mit den Russen, end-lich den Bewegungen m Gallizien, machte der Waffenstillstandein Ende. Die Nachricht desselben kam am 15. nach Krakauund wurde allen Corps mitgetheilt.