37
Futtcrleinwand, 1277 7s, Ellen ungebleichter Leinwand, 38,333 HzEllen Leinwand zu Hemden, 50,400 Pfund Kühleder zu Patron-taschen, 33,000 Pfund Ochseulcder, 5750 Filze, 12,000 in Alaungegerbte Kalbsfelle; Salzburg 10,000 Eentner Walzen nachWien und 400 Pferde liefern. Als der franz. Intendant Bre-teuil nach Grätz kam, reguirirte er, außer dem Gelde, 300 EentnerMehl von der Stadt, 1200 Eentner vom Lande, 50,000 PaarSchuhe, 100,000 Ellen Leinwand, 50,000 Hemden, 480 vier-spännige Züge, 600 Artilleriepferde mit Geschirr, sogar wasgegen das Völkerrecht war, Fuhrknechte, die ihm aber auch abge-schlagen wurden; 600 Reitpferde, alles in einem Zeiträume von20—40 Tagen. Für alle Provinzen waren Intendanten ernannt,die mit der sattsam bekannten Pünktlichkeit und Manier verfuh-ren ; überhaupt wurden 5 Bezirke bestimmt, wovon Linz, Brünn,Preßburg, Grätz und Trieft die Hauptörter waren.
Zu den Lasten war auch die Strenge zu rechnen, mit welcheralles der öfter. Staatsverwaltung gehörige Eigenthum cvnfiscirtwurde. Feuergewehrc, Munition, Monturen, Bankozettel u. dgl.,Alles wurde zusammengebracht und den verborgensten Winkelnentrissen. Zu den Lasten kamen ferner die täglichen Bedürfnisseder eantonnirenden Truppen, die Erpressungen und Unbilden derSoldaten. Wie die Stimmung in Oesterreich hierüber war,zeigt am besten der damalige sächs. Rittmeister und später preuß.General Czcttritz, wenn er Folgendes schreibt: „In Wien (1809)hatte ich die Freude, einen Dresdner Bekannten, den beim kais.Burgtheater angestellten Schauspieler Ochsenheimer zu treffen.Alif meine Frage, was heute gegeben würde? erwiderte er: „dieRäuber, und anderes nichts, seitdem Ihr hier eingerückt seyd!"
Napoleon wollte indessen, mitten in den Rüstungen zumneuen Feldzuge den Frieden, und bot ihn unter Bedingungenan, die, nach französischer Ansicht, günstiger waren als diejenigen,die unter ähnlichen Umständen vorgeschrieben worden sind.
Der Fürst Lichtenstein war, nachdem er den Kaiser Franzzur Anerkennung des Waffenstillstandes bewogen hatte, von dem-selben mit einem Briefe an Napoleon geschickt worden, worin eranzeigte, er werde Bevollmächtigte zu einem Friedensschluß ab-ordnen. ES hieß im franz. Hauptquartiere, der Fürst habe mitNapoleon mehrere Stunden gearbeitet, und bald würde die große