einige Compagnien, die zuerst unter den Waffen waren, demCorps aus dem nach Quedlinburg führenden Thore entgegen-geschickt.
Während dieß in der Stadt vorging, rückte das braunschw.Corps, die Infanterie noch immer auf Wagen, mit der g roßtenSchnelligkeit gegen das Külinger Thor an und es wurde dieEile um so mehr beflügelt, da man von Weitem Appell schlagenhörte und mithin gewiß wurde, daß der Feind nicht allein inder Stadt sey, sondern auch noch keine Anstalten zur Gegenwehrgemacht habe. Als sich daher das Corps bis auf eine kleineEntfernung dem Thore genähert hatte — es war zwischen 6—7Uhr Abends — stieg die Infanterie von den Wagen und mar-schirte in folgender Disposition zum Angriff. Die erste Colonne,bestehend aus dem ersten Bataillon der Scharfschützen-Compagnie,dem größten Theile des Hnsarenregiments, einer halbe EscadronUhlanen nebst der ganzen Artillerie rückte auf das KülingerThor los, detaschirte aber vorher 1 Compagnie nebst 1 Escadronzur Beobachtung des nach Magdeburg führenden Thores (breiteThor). Die erste Colonne wurde von Major Korfes geführt.Die zweite Colonne unter dem Herzog selbst, bestehend aus demzweiten Bataillon und dem Reste der Reiterei, rückte auf dasHarsleber Thor los, theilte sich aber dort dergestalt, daß 2 Com-pagnien unter dem Commando des Capitän v. Rabiel zum An-griffe des Johannis-Thores links abgingen. Jede Attake warvon 1 Escadron Husaren und 1 Zuge Uhlanen begleitet; 1 Es-cadron wurde zur Beobachtung des nach Braunschweig führendenThores geschickt, das dritte Bataillon zur Reserve und Bedeckungder Wagen bestimmt.
Die Colonne des Major Korfes griff die Compagnien des5. westphälischcn Regiments, die aus der Stadt entgegengerücktwaren, mit Geschützfeuer an und nöthigte sie zum Rückzüge indie Stadt. Indessen war es doch nicht möglich mit ihr einzu-dringen, weil man zu weit entfernt und das Feuer von demThore zu mörderisch war; daher wurde der Artillerie aufgegeben,das Thor aufzuschießen, anfänglich mit wenig Wirkung, indemdie Artilleristen des heftigen feindlichen Flintenfeuers wegen nurmit Mühe bei den Geschützen zu halten waren, obgleich dieScharfschützen-Compagnie, welche die Batterie deckte, Alles mög-liche anwandte, das feindliche Feuer wirksam zu beantworten.
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