Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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auf den Feind abgebrannt. Schrecklich war die Wirkung, welchedie, obwohl noch ganzen Kartätschen - Büchsen auf die nahenWestphalen machten, aber dessen ungeachtet standen diese uner-schüttert, erst nachdem der dritte Schuß einen großen Theil der-selben und ihre Führer niedergestreckt hatte, floh der Nest diebreite Straße entlang.

So eben war setzt das Iohannisthor geöffnet worden, unddie Escadron, die davor gestanden, im einzelnen Dcfilircn in dieStadt begriffen, als sie durch das wiederholte Rufen: „Cavallerievor!" angefeuert, sich in Galopp setzte, durch die Infanterie zog,die Flüchtigen noch auf der breiten Straße einholte und auf sieeinhieb. In dem Gefechte stieß der Herzog selbst auf den westphäl.Lieutenant Petersen, der ihn angriff. Der Herzog gab ihm einenSäbelhieb, worauf bei erneuertem Angriffe mehrere Braunschweigerüber den Lieutenant herfielen und ihn niedermachten. Die vonder breiten Straße vertriebenen Westphalen warfen sich größten-theils in die Häuser, und setzten aus denselben durch Schießenaus den Fenstern und Kellerlöchern den Kampf fort. Dieß ver-mehrte die Erbitterung der Braunschweiger, und richtete dieselbeauch gegen die Bürger, indem es den Argwohn bei ihnen erregte,daß diese entweder direct durch Schießen, oder indirect durchVerleihung von Munition an den Feindseligkeiten Antheil nähmen.Die Bemerkung, daß hin und wieder mit Schrot geschossen wurde,trug nicht wenig bei, diesen Argwohn zu verbreiten und zu be-festigen. Durch die bisherigen Vortheile der Braunschweiger,besonders aber durch die Gefangennehmung des Anführers derWestphalen, war das Gefecht eigentlich zu Gunsten des schwarzenCorps entschieden, indem es sich im Besitze der ganzen Stadt, mitAusnahme der nach dem breiten Thore führenden Straße, wohinsich ein Theil der westphäl. Reserve gezogen hatte, einiger Häuser,in denen sich Westphalen vertheidigten u. s. w., befand. Zwarfolgte der oben erwähnten, durch Korfes Haubize zurückgeschla-genen Nesexvetruppe ein Theil des Fußvolkes und der Reiterei,allein da das herzogliche Fußvolk nicht gehörig unterstützt wurde,indem der diese Reiterei commandirende, nachmals vom Corpsabgegangene Rittmeister v. Osten auf die Aufforderung des Iä-gerhauptmanns v. Lueder, keine Lust hatte, einen Angriff zuwagen, so gelang es diesem Theile des Feindes, ein großes Hauszu erreichen, in welchem er sich hielt. Eine andere Schaar West-