Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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von Zeeland und einen großen Theil der Provinz von Hollandabgewonnen; die Küsten sind gänzlich von Felsen entblöst, unddie über den niedrigen Grund wegströmenden Wogen, es seynun, daß sie unter einander während der Stürme oder gegendie Strömung der Flüsse ankämpfen, haben Sandhügel angespült,welche anfänglich beweglich waren, und nach und nach fest wur-den, — die sogenannten Dünen. Mehrere Reihen solcher Dünenhabe» sich auf diese Art allmälig in einer gewissen Entfernungvom ursprünglich festen Lande erhoben, sie zeigen noch dieselbenregelmäßigen Formen, dieselben wellenförmigen Krümmungen,dieselben engen Vertiefungen, von denen uns der weite Oeeanwährend eines Sturmes ein Bild gibt. Hinter diesen natür-lichen Vormauern hat man Dämme angelegt, um dem Ackerbauden sumpfigen Boden zu erhalten, der sonst nur wenige Stundendes Tages zür Zeit der Ebbe trocken war. Die Dämme vonZeeland bilden nach dem Meere zu eine Art Böschung odersanfte» Abhangs, um durch einen stufenweisen Widerstand denAndrang der Wogen zu schwächen; sehr nahe, stufcnartig einge-rammelte Pfähle, zwischen welche man Baumzweige und manch-mal sogar Geflechte und Bänder von Stroh geflochten hat, dienendazu, die Erde zu befestigen und den Schlamm, den die Fluchabsetzt, zurückzuhalten. Vermittelst der Schleußet!, welche dieWellen der steigenden Fluth hereinlassen, dann aber, wenn dieEbbe eintritt, die gleichsam gefangenen MeereSwogen auf deinvon Dämmen umgebenen Boden zurückhalten, kann man dasLand nach Belieben überschwemmen. Mit Hilfe dieser Ueber-schwemmungen haben die Holländer ihre Unabhängigkeit errungen,und ehemals die Anfälle der Franzosen abgewehrt. Wenn dasLand unter Wasser steht, werden die Dämme die einzigen be-fahrbaren Wege und sie bieten nach der Ueberschwcmmung ineinem Lande, welches anfangs verthcidigungslos schien, Stellun-gen und Wege dar, die zum wenigsten eben so schwierig anzu-greifen sind, als die Engen zwischen den Gebirgen. Die Ver-theidigung der festen Plätze von Zeeland und Holland wargrößtentheils auf die Leichtigkeit der Ueberschwemmungen berech-net, welche die Annäherung zu Lande unmöglich machen mußten,auch waren die Festungswerke von Antwerpen und Vließingennur auf der Seite der Scheide und des Meeres stark.

Die Besatzung Walchernö war damals aus holländischen,