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brennenden Stadt oder die auffliegenden Raketen ihr Licht aufdiesen Punkt warfen. Trotz dieser entmuthigenden Umständedrangen sie kühn vorwärts, und erstürmten ungeachtet der über«wiegenden Anzahl der Feinde die Batterie mit dem Bajonette.
Das Bombardement dauerte bis zum 16. um 2 Uhr Mor-gens, worauf Monnet Um einen 48stündigen Waffenstillstandanhielt. Nur zwei Stunden wurden ihm bewilligt, die Be-schießung der Festung sogleich eingestellt und der Oberst Longvom Generalstabe nebst dem Capitän Cockburn von der FlotteHineingesandt, um wegen der Bedingungen zu unterhandeln. Nunendlich entschloß sich Monnet zur Uebergabe, ließ den Maire zusich kommen, und nahm wegen der die Bürgerschaft betreffen-den Artikel mit ihm Abrede. In einer Stunde hatten OberstLong und Eapitän Cockburn die Unterhandlungen beendet, und dieBritten wurden sofort in den Besitz von Vließingen gesetzt. DieGarnison, die etwa 5800 Mann zählte, und kurz vor der voll-ständigen Einschließung der Stadt 1000 Verwundete nach Cad-zand gesendet hatte, ergab sich kriegsgefangen, mußte beim Aus-marsche bei dem Thore die Waffen niederlegen, und wurde dannnach England, jedoch ohne Verlust an Gepäcke und Eigenthum,abgeführt. Nebst bedeutenden Vorräthen fielen den Britten inVließingen viele Artillerie und 2000 Fässer Pulver in die Hände.
Vließingen bot, als das Licht des Tages die unglücklicheStadt den Blicken enthüllte, einen schaudervollen Anblick dar.Da die Häuser der Stadt sich bedeutend über die Wälle erhoben,und das brittische Geschütz vorzüglich zu deren Zerstörung gerichtetworden war, so waren sie beinahe alle zusammengeschossen, unddas Innere derselben den Blicken blosgelegt. Die großen, nachholländischer Bauart längs der Scheidewände aufsteigenden Schorn-steine waren durch die kugeln und Bomben niedergeschossen, aufdie Dächer gestürzt, und hatte diese durch ihr Gewicht zusam-mengedrückt. Congreve'sche Raketen waren durch die in denDächern entstandenen Breschen gedrungen, und hatten eine schreck-liche Zerstörung angerichtet. Mehr als 250 Privathäuser, 2 Kir-chen, nebst dem, mit vielen wichtigen Dokumenten angefülltenRathhause, lagen gänzlich in Trümmern, und gegen 325 fried-liche Bürger, Männer, Frauen und Kinder, hatten das Lebenverloren; eine noch weit größere Anzahl war verwundet.
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