Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Helvout-Sluys angreifen, oder Cadzand überfallen wollten, indemsie sich nicht überreden konnten, daß die engt. Armee einen Angriffauf Antwerpen aufgegeben habe, sondern vielmehr nur durchDemonstrationen ihre Gegner zwingen wolle, ihre Streitkräfte zutheilen. Während übrigens der General Desean gleich der Mei-nung war, die Britten stünden in Bereitschaft, von der Scheldewegzuziehen, verkündigte dagegen Bernadotte noch öffentlich, manmüsse sich auf einen Angriff gefaßt machen. Die Unruhe, diein Belgien und Holland herrschte, verbreitete sich selbst bis nachParis, wo das Ministerium täglich Sitzung hielt. Die Cor-respondcn; dcS Kriegsministers Klarke, obgleich er schrieb, manmüsse den Muth nicht sinken lassen, zeugt von diesen Besorgnissen,sa er berief sogar das kleine Corps, das zur Bewachung derKüste der Bretagne in dem Lager von Pontevy stand, nachParis.

Das von den Brüten verlassene Fort Vatz wurde sogleichvon den franz. Kanonenböten in Besitz genommen, und der Ge-neral Dumonceau mit seinen Holländern zog durch eine Furthnach Süd-Beveland hinüber, und stellte längs des Kanals vonSlou Posten aus, und führte Batterien auf.

Endlich verkündigte Bernadotte öffentlich in einer Prokla-mation, daß alle Gefahr vorüber sey; an Napoleon selbst schrieber nach dem Abzüge der Britten, seine Absicht sey gewesen, sichim äußerste» Falle, um der Welt ein großes Beispiel zu geben,mit Antwerpen, den Zeughäusern, dem Geschwader, in die Luftzu sprengen.

Die engl. Regierung war damals unentschlossen, ob sieWalchern besetzt halten oder aufgeben solle. Ihre erste Ansichtwar allerdings, sich in dem Besitz der Insel zu erhalten, und zwarum auf die Friedcnsunterhandlungen zwischen Oesterreich undFrankreich einzuwirken, deren Abbrechung fortwährend zugesagtwurde. Zu diesem Ende wurden gegen die Mitte SeptembersAnstalten getroffen, die Werke wieder herzustellen und zu ver-stärken; Backsteine und Kalk wurden in großer Menge vonEngland herübergesandt. Da der Polder von St. Joostlandwegen seiner geringen Entfernung von Süd-Beveland einem An-griff am meisten ausgesetzt war, so fand der engl. General Cootefür nöthig, die leichte Ziffantcriebrigade der deutschen Legion unter