Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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selbst Wenn man sich täusche, vorausgesetzt, daß man der Stimmedes Gewissens folge. Indessen fingen die Britten an demselbenTage, den er für den Angriff bestimmt hatte, ihrer Seits an, dieWerke von Vlicßingen zu schleifen. Hätte man Napoleons Befehlerasch befolgt, so wäre dieser Platz unversehrt geblieben. Nunaber wurden die Schwierigkeiten der Operation durch schlechtesWetter, Regen und tiefen Koth in der That vermehrt.

Da der engl. General Don seine Truppen auf eine furcht-bare Weise hinsterben sah, so berief er einen Kriegsrath zusam-men, dessen Gutachten endlich in England den Befehl zur Räu-mung von Walchern erwirkte. Zu gleicher Zeit gingen aber auchJnstructioncn ein, daß wirksame Maßregeln zur Zerstörung derBassins und See-Vertheidigungswerke der Insel getroffen wer-den sollten, welche jedoch gewissermaßen wieder dadurch ncutra--lisirt wurden, daß zu gleicher Zeit die Hoffnung ausgesprochenwurde, der Gang der Ereignisse möchte die Ausführung derselbenunnöthig machen, weßhalb auch die Zerstörung nur langsamund theilweise vollzogen wurde.

England's Ministerium sah endlich definitiv ein, daß es, umWalchern zu behaupten, alljährlich einen Aufwand machen müsse,der sich weder mit seiner Bevölkerung noch mit seinen Finanzenvertrage, und gab diese kostspielige Eroberung auf. Am 20. No-vember, so wie die nächst darauf folgenden Tage langten gegen100 Transportschiffe an, an deren Bord sich 4 frische Bataillonsbefanden, deren Bestimmung es war, wenn es die Umständeerheischen sollten, die Einschiffung zu decken.

Die Franzosen hatten mittlerweile die Engländer auf Wal-chern geneckt, und die Besorgniß einer allgemeinen Landung aufden Inseln hervorgerufen. General Don vermuthete, der Angriffkönne zur Zeit der Einschiffung geschehen, gab daher allen Unter-generalen die darauf bezüglichen Instruktionen zum Verhaltenund zur Abwehr, und schiffte dann ohne Verzug die Kranken,die schwere Bagage, das Geschütz und die Kriegsvorräthe, ein.Der Hafen von Vließingen geht mitten durch die Stadt, ist 170rheinländische Ruthen lang und 200 Ruthen breit, und kanneine Flotte von 80 großen Kriegsschiffen bergen. Er wird dieDocke genannt, und hat in der Mitte eine trockene Docke, sodaß bei hohem Wasser die Schiffe hereingebracht, und durch das