Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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nothwendige Herstellung der Eisackbrücke viel Zeit erforderte, dieTruppen schon über 24 Stunden keine Verpflegung erhaltenhatten, und Lebensmittel erst von Sterzing her erwartet werdenmußten, wozu noch die Ueberzeugung kam, von den Tirolernbereits völlig umringt, und somit von letzterer Stadt abgeschnittenzu seyn. Solches zeigte auch wirklich der Umstand, daß der, vomMarschall Lefebvre zu frühe zum Gencralgouverneur von Burenernannte Oberst Graf Arco auf seiner Reise nicht weit hinterSterzing von den Tirolern angegriffen wurde, wobei er sich bloßdurch seine Entschlossenheit rettete. Durch alle diese Gründeglaubte sich Rouycr veranlaßt, am 5. August um 3 Uhr desMorgens mit den noch nicht zum Gefechte gekommenen Truppe»zurückzukehren, und bloß zur Behauptung der errungenen Stel-lungen und der weit ausgedehnten Vertheidigungslinie das nurnoch 1400 Mann starke Regiment der Herzoge von Sachsen nebstden, vom Oberlicutenant Wiednmann befehligten 2 Geschützenund 10, zu Ordonnanzen bestimmten bayr. Chevaurlegers unterden Befehlen des Obersten Egloffstein zurückzulassen. Nouperentschloß sich zu einer halben Maßregel, deren traurige FolgenEgloffstein wohl einsah, weßhalb er alle Vorstellungen anwendete,ihn davon abzubringen. Nouper zog dennoch ab, zwar mit demehrenvollen Bemerken gegen den Obersten: „daß er sein Zutrauenganz auf ihn und sein Regiment setze, und ihm unfehlbar spä-testens bis 9 Uhr frühe weitere Instruktionen, auch die höchstnöthigen Lebensmitteln, so wie Taschenmunition und Wagen zumTransport der Verwundeten, nebst Verstärkung senden, jedochihm übrigens nach seinem Ermessen zu handeln überlassen wolle."

Obgleich nun bei Anbruch des Tages der bis dahin demherzogt, sächs. Negimente unbemerkt gebliebene Abmarsch eben sounerwartet als ungünstig erscheinen mußte, und nun mit ge-schwächten Kräften gegen die vergrößerte Uebermacht der Tiroleraugenscheinlich ein weit verzweifelterer Kampf, als der schon be-standene, und im unglücklichen Fall ein stundenlanges Durch-schlagen durch die den Tag zuvor erst erkundeten, höchst gefähr-lichen Engpässe zu erwarten war, so sah doch dasselbe mit Muthund Entschlossenheit dem Kommenden entgegen.

Nachdem am Morgen dieses Tages der Lieutenant v. Poseskdie Vorposten des leichten Bataillons bezogen hatte, erschien kurzhierauf, um 6 Uhr, in der Nähe des bei diesem Wirthshaus?