Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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drei besetzten Häuser von Ober-Au vorzudringen, aus derenFenstern, Thüren, sonstigen Oeffnungen und Gärten sie aberdurch ein heftiges Gewehrfeuer und gleichzeitig von den 2 Ge-schützen durch ein furchtbares Kartätschcnfeucr empfangen und soin gehöriger Entfernung davon gehalten wurden. So setzte dasRegiment, obwohl von allen Seiten von einer erbitterten unddurch das Bewußtseyn großer Ucbermacht verwegener gewordenenMasse völlig eingeengt, durch einen besonnenen Widerstand, wie-wohl unter Verlust, dem Vordringen derselben Grenzen. Mitt-lerweile wurde es 9 Uhr, aber die von General Nouper ver-sprochene Verstärkung, nothwendigen Lebensmittel und Wagenzum Wegbringen der Verwundeten waren nicht eingetroffen.Daher schickte man eine zweite berittene Ordonnanz ab mit derwiederholten dringenden Mahnung an sein Versprechen. Da diehinter Bäumen und Felsen postirtcn Tiroler von den Höhenherab die im Thale gelegenen Häuser von Ober-Au genau über-sehen konnten, so beschossen sie dieselben, so wie vorzüglich diebisher hinter den Gärten und Hecken aufgestellte Mannschaft mitsolchem Erfolge, daß letztere von da in die Gebäude zurückgezogenwerden mußte. Die Offiziere hatten fast meistens sich mit denGewehren der Gefallenen oder Verwundeten versehen und mun-terte» durch ihr Beispiel die Soldaten zum verzweifelten Wider-stand auf. Die Posten an den Fenstern und Thüren warensehr gefährlich, und viele Leute wurden dort todtgeschossen oderverwundet. So dauerte denn dieser ungleiche Kampf schon bisMittag, ohne daß irgend eine der nöthigen Unterstützungen aufdie nun bereits nach Sterzing abgesendeten 3 Cavallerie-Ordon-nanzen eingetroffen wäre, indessen die Kräfte des Regiments injeder Hinsicht immer mehr und mehr geschwächt, dagegen die mitAllein versehenen Tirolermassen durch, von Zeit zu Zeit eintref-fende neue Haufen verstärkt wurden. Da um diese Zeit eineAnzahl Bauern versuchten, sich in der Nähe LeS größten Hauses,in welchem auch die meisten Verwundeten lagen, hinter einerMauer festzusetzen, von wo aus sie der Besatzung desselben sehrgefährlich werden konnten, so versuchte der Lieutenant und Adju-tant v. Seebach mit einigen 20 Man» aufgebotener Freiwilligendie Vertreibung derselben; jedoch kaum war er aus dem Ge-bäude herausgestürmt, als er von allen Seiten von einem HagelKugeln empfangen, dadurch in die Hüfte verwundet wurde und