Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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über das Dorf Bludcrs vor, links über das Gebirge und schroffeFelsenwände hinweg, das 2. Linicn-Jnfantcricrcgiment und das1. leichte Bataillon, bis hinterhalb Mauls. Der OberstlieutenantHabermann sendete den Oberlicutenant Tplander mit den Schützennach Mauls nieder, um die Tiroler hinauszujagen. Diese gaben,erstaunt, die Bayern von den höchsten Bergen hcrabkommen zusehen, den Ort auf, und verloren einige Gefangene. Doch fandder Marschall kurz hierauf bei seinem weiteren Vordringen alleEngpässe, und zwar in seiner Fronte durch die Tiroler unterdem Kapuziner Haspinger, so wie in seinen Flanken unter Speck-bacher, so gut und hartnäckig vertheidigt, und überdies; so vieleandere Hindernisse, daß alle seine mit großer Tapferkeit undAnstrengung gemachten Angriffsversuche scheiterten. Und da dieTiroler von Zeit zu Zeit immer mehr Verstärkung erhielten, zoger sich am Abend dieses Tages wieder bis Sterzing zurück, undstellte sich zur Behauptung dieser Position, bei und hinter dieserStadt, gleichwie eine Stunde von da auf der Landstraße amlinken Ufer der Eisack, mit den Vorposten vor dem Dorfe Mauls,und endlich auf dein rechten Eisackufer zur Sicherung desselben,in gleicher Höhe und gleichweit anss, und so hoffte er auf dasErscheinen des Oberste» Bnrscheid.

Um die Operationen bei Sterzing mit mehr Kraft betreibenzu können, und zugleich den Brenner und dadurch die Verbin-dung mit Innsbruck besser zu sichern, bekam daS Corps vonArco, während seiner Abwesenheit unter den Befehlen des Oberst-lieutenant Schönbrunn, die Ordre, mit Zurücklassung seiner Ka-nonen, auf den Brenner zu marschiren, und dort weitere Befehlezu erwarten, worauf sich dasselbe sogleich, Sonntags den 6. Aug.um 2 Uhr, in Bewegung setzte, und Montag Mittags auf demBrenner ankam, wo es Arco von Neuem übernahm und sogleichohne weiter» Halt nach Sterzing führte, um zu einer Demon-stration gegen das Nidnauer Thal und gegen die rechte Flankeder Tiroler gebraucht zu werden. Dieses Corps hatte nun ohneAufenthalt und ohne Nahrung einen Marsch von 18 Stundenüber beschwerliche Gebirge gemacht, drang noch unter stetem Ge-plänkel mit den Tirolern in das Nidnauthal vor, und nahm seinBivouac zwischen Ober- und Unter-Telfes, den Gaibach, dessenBrücke abgebrochen war, vor der Fronte.

Hofcr hatte sein Quartier in Kalchc. Allerwärts wurde von