Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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goldenen Adlers hielt: „Grüßen! Gott, meine lieb'n 'sbrucker!Weil ös mi zum Obercvmmandanten g'wöllt hobt, so bin ichholt do. Es seyn aber a viel andere do, dö koani 'sbrucker seyn;alle dö unter meine Waffenbruder seyn wolle, dö müssen fürGott, Koascr und Vaterland, als tapfre, rödle und brave T'rolerstreiten, dö soll'» haim zieh'«! Ich roth' enks; und dö mit mirzieh», dö soll'n mi nit verlass'n, i wer enk on mit verlässt», sowahr i Andere Hofer hoaß; g'sogt hab' i enks, g'söchen hobt'smi, Bfied enk Gott!" (Grüß euch Gott meine lieben Znnsbrucker!Weil Ihr mich zum Obercommandanten gewollt habt, so bin ichhalt da. Es sind aber auch Viele andere da, die keine Jnns-brucker sind; alle, die unter meinen Waffenbrudern seyn wollen,die müssen für Gott, Kaiser und Vaterland, als tapfere, redlicheund brave Tiroler streiten, die meine Waffenbruder werden wollen;die aber das nicht thun wollen, die sollen heimziehen, ich rathsEuch; und die mit mir ziehen, die sollen mich nicht verlassen,ich werde Euch auch nicht verlassen, so wahr ich Andreas Hoferheiße. Gesagt habe ichs Euch, gesehen habt Ihr mich, behüteEuch Gott.)

Die erste Verfügung Hofers, als oberster Befehlshaber inTirol, war der Befehl, die von den Bayern genommenen undwieder verkauften oder zurückgelassenen Effekten binnen 8 Tagenherauszugeben, widrigenfalls Hausuntersuchungen angestellt, undder Hehler hart bestraft werden sollte. Als Ort der Einlieferuugwurde die Hofburg bestimmt, in welcher Hofer sogleich die, frühervon Baron v. Hormayr bewohnten Zimmer bezogen hatte. Diezweite Verfügung war ein Aufruf an die Seelsorger, dem Herrnder Heerschaaren, dem die außerordentlichen Erfolge ganz alleinzuzuschreiben seyen, Lob und Dankopser zu bringen, und für dieAufnahme der Religion und Hintansetzung der Mißbrauche dieschärfste Sorge zu tragen. Hofer sprach in diesem Erlaß: „Erhabe dem Gott des Segens gelobt, die christliche Religion nachseinen Kräften in Aufnahme zu bringen, falls Er die für dasHeil des Vaterlandes so nothwendig erkannte Unternehmungsegnen würde."

In seinen Kundmachungen erklärte er ferner: „daß alles,was von ihm, dem Obercommandanten - gehandelt wird , fürSeine Majestät, den Kaiser von Oesterreich bewirkt wird." Eineprovisorische Gencral-Laudes-Administration Tirols trat an die