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unterwegs die Sachsen, deren Hauptquartier in Preßburg war,untersuchte den Naabfluß, kam durch den Ort, wo der Friedeabgehandelt werden sollte, und ertheilte den Bevollmächtigten einekurze Audienz, worauf er seine Truppen in und um Naab dieRevue passiren ließ. Am 7. September ging er zur Heerschaunach Krems und Molk, wo die Truppen des Marschalls Mar-mont standen, mit denen er setzt so zufrieden war, daß Marmontnur etwas verlangen durfte, um eS alsbald zu erhalten. Am16. ging Napoleon nach Brünn ab, um das Corps von Davoustzu besichtigen, welches größtenthcilS auf dem glorreichen Schlacht-felde von Austcrlitz lagerte.
Nie übrigens hatte Napolcon's Leben in einer so unver-meidlichen Gefah.r geschwebt als au diesem Tage, nie hatte einblinder Zufall die Hand, welche ihm den Tod geben wollte, sowunderbar gelähmt. Der Kaiser, welcher die Feste Spiclbergbesichtigte, hatte bei der Rückkehr das Brünner Thor zu passiren,zu welchem eine steile Anhöhe führt. In einem der Häuser zurSeite hatte ein Zirkelschmied seine Werkstättc, unter dessen Ge-sellen sich auch ein Tiroler, ein fleißiger Arbeiter und wackererMann, aber ein wüthender Feind Napoleons und aller Franzosen,befand. An dem Morgen, wo Napoleon nach dem Spiclberggeritten war, vermißte man den Tiroler in der Werkstättc; ob-wohl es ungewöhnlich war, so fiel es doch Niemanden ein,Arges zu denken. Eben 'als mau von der Abwesenheit diesesGesellen sprach, trat ein Lchrsungc, welcher außerhalb beschäftigtwar, in die Werkstätte, hörte das Gespräch und versicherte, daßderselbe schon am frühen Morgen nach dem Dachboden gegangensey. Das erregte Ncugierdc, und der Meister selbst ging unterdas Dach, wo er den Tiroler mit einer Flinte an einem kleinenDachfenster knieend, seinen Blick nach dem Wege, auf welchemNapoleon kommen mußte, gerichtet, den Hahn gespannt, fand.Da das Haus am Abhänge der Anhöhe, also etwas tiefer alsdas Thor stand, so würde Napoleon zu Pferde, nahe am Thore,beinahe in einer Linie mit dem Dachfenster, an welchem derSchütze lauerte, die Entfernung von dem Fenster eben so geringgewesen seyn, daß ein Tiroler kaum sein Ziel verfehlt habenkönnte. Wenige Minuten, nachdem der erschrockene Meister denGesellen entwaffet hatte, ritt Napoleon die Anhöhe heran.
Napoleon besichtigte das Schlachtfeld von Austerlitz, und