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jetzt von Tirol abgeschnitten, und konnte nicht mehr hoffen, wieim letzten kriege, dieses starke Gcbirgsland mit einem Zugewegzunehmen und durch dasselbe seine VerthcidigungSlinie zu ver-stärken. So im Süden von den illprischen Provinzen im Rückengenommen, gegen Westen offen, im Osten von dem Großherzog-thum Warschau bedroht, hatte Oesterreich zu fürchten , daß es beidem nächsten Kriege mit Frankreich die erste Schlacht zur Ver-theidigung der Hauptstadt unter ihren Mauern selbst schlagenund in den Gegenden den Krieg beginnen müsse, wo er diesesMal ein Ende genommen.
Ueber die Zurückgabe aller Kriegsgefangenen gleich nach derGenehmigung des Friedens, über das Aufhören der Erhebungvon Brandschatzunge» mit dem Tage desselben, wurde das Ge-wöhnliche festgesetzt, doch so, daß über die schon ausgeschriebenenForderungen eine beionderc Uebercinkunft zur Tilgung unter denHöfen selbst sollte geschlossen werden. Auch wurde dein franz.Heere vorbehalten, bis zum Abzüge auf Kosten des Landes zuleben. Dieser Rückzug aber sollte aus Mähren in 14 Tagen , ausUngarn, Gallizien und der Gegend von Wien, sowie aus Wienselbst in einem Momt geschehen, aus Unteröstcrrcich in 2 Mo-naten und aus allen übrigen unter Oesterreichs Scepter wiederzurückkehrenden Proünzen in 10 Wochen, alle Termine von derAuswechslung der Friedensgenehmigung an gerechnet.
Napoleon ratiffirte den Tractat und schrieb am 15. Okto-ber dem Kaiser Franz einen in den verbindlichsten Ausdrückenabgefaßten Brief. -
Am 14. Oktober belehrte ein Anschlag, am andern Tageder Donner der Kanonen die Hauptstadt Oesterreichs, daß derFriede am 14. um 9 Uhr des Morgens zu Stande gekommen sey.
Als Joachim Murat, nach Beendigung des Krieges, Napo-leon seine Verwunderung zu erkennen gab, daß er Oesterreichnoch den leidlichen Wiener Frieden gegönnt, daß er es nichtgänzlich zerstückelt habe, gebot ihm Napoleon zu schweigen: erurtheile wie ein Blinder von der Farbe. „Ihr habt," sprach er,„die Oesterreicher von Aspern nicht gesehen, also habt Ihr garnichts gesehen!"
So imponirtcn die von Carl geführten Krieger unter demDoppeladler dem gewaltigen Kriegsfürstcn des Jahrhunderts.