Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Sttubpaß selbst vorschoben^ die freilich bald durch den OberstenStröhl zurückgewiesen war, bewies, daß es den Insurgenten umeine Unternehmung zu thun ftye. Man fand sich dadurch zwarbewogen, eine Veränderung in der Stellung der Truppen vor-zunehmen, die diese Landstrecke vertheidigen sollten, z. B. das 2.Bataillon des 1. Infanterie-Regiments rückte in die Stellungvon Loser und Luftenstein vor, das 1. Bataillon desselben Regi-ments Nahn: dagegen die Stellung bei Unken und Melek, andereTruppen zogen in die Posten iin Lucgpasse, in der Scheffau,von Golling u. si w. ein; allein das Wesentliche unterblieb.Der Kronprinz von Bayern hielt es für Pflicht, den MarschallLefebvre an das Gefahrvoll? und Zweckwidrige zu erinnern, dasKriegSvolk auf so Vielerlei getrennten, im Gebirge aller OrtenUmgehbaren Punkten zu zerstreuen, um die Grenzen Salzburgszu decken. Selbst franz. Offiziere bestätigten die Besorgnisse desKronprinzen. Dennoch beharrte der Herzog von Danzig aufseinem Willen. Aber am 25. September sollte diese Unhaltbar-kcit der, von dem Marschall angegebenen Stellungen bewiesenwerden.

Am Morgen des genannten Tages, zwischen 7 und 8 Uhr,wurde plötzlich bei Luftenstein, Loser, Melek, in den Schluchtendes Schlierbaches das in 4 Abtheilungen zersplitterte erste bayr.Infanterie-Regiment zugleich angegriffen. Major Baron Kro-negg, der mit 3 Compagnien die Gegend von und bei Luften-stein bewachte, wurde durch 400 Insurgenten unter Speckbachecfast gleichzeitig von der Stirnseite angefallen. Eine andere be-deutende Schaar, vom Hirschbühl kommend, setzte durch den Fluß,um die Rückzugslinie der Bayern abzuschneiden. Eine drittetrachtete die Umzinglung derselben zu vollenden, indem sie, rechtsvom Gebirge von Kirchenthal her, den Luftcnsteiner Paß um-ging. Eine Stunde lang schlugen sich diese Compagnien gegen1000 Tiroler und versuchten dann, um nicht aufgerieben zuwerden, den Rückzug nach Loser, wo sie vom OberstlieutenantGraf Waldkirch Hilfe zu finden hofften, der daselbst mit 2 Com-pagnien stand. Aber auch dieser war schon vom Loser- undStrubpasse her durch überlegene Kräfte des Feindes angegriffenworden, so daß ihm kaum Zeit blieb, die von ihm ausgestelltenPiquets cinzurufen und aufzunehmen. Als endlich Kronegg'sCompagnien erschienen, fühlte er sich von der Masse des Feindes

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