LaviS zu setzen, den Ort Lavi'S zu umgehen, und das Feuer imNucken zu eröffnen. Die Tiroler wichen aus der jetzt unhalt-baren Stellung, wobei sie eine Kanone, 50 Gefangene, 400 Todteund Verwundete verloren, und wurden auf ihrer Flucht von derReiterei bis hinter Welschmichel oder St. Michaele verfolgt, wonoch einige Mann niedergesäbelt wurden. Die den Tirolern überSegonzano und Cembra im Fleimscrthalc in den Rücken gesandteColvinie Pereevault's war nicht so glücklich gewesen, indem siedie Brücke bei Segonzano abgetragen, den Strom angeschwollenund reißend und durch Insurgenten vertheidiget fand, von denensie mit bedeutendem Verluste nach Serignano zurückgeschlagenwurde, so daß sie erst am folgenden Tage nach Lavis kommenkonnte.
So hatte sich also Peyri in Welschtirol in den letzten Sep-tember- und ersten Oktober-Tagen ausgedehnt, als eben Eisen-stecken auf dem Wege war, den Jakob Torggler, der diese Unfälleerlitten, im Commando abzulösen. Außerdem erhielten die Welsch-tiroler Zuzug aus dem deutschen Tirol, weßhalb sie nun am5. Oktober einen allgemeinen Angriff auf Peyri's Stellungenvon Lavis bis Bucco di Vela machten, aber mit Verlust zurück-geschlagen wurden.
Während dem ertönten weit umher im Lande die Sturm-glocken. Frische Haufen der Aufständer strömten, rachedurstig,von allen Seiten in der Nacht heran. Bei 20,000 Mann starkerneuerten sie die Angriffe auf die Linie der Franzosen und Ita-liener , die unvortheilhaft ausgedehnt war, so daß Peyri untersteter Verfolgung nach Trient zurückzog, hier seine ganze Machtauf einen Punkt vereinigte, und seine Verbindung mit Veronadurch 2 Bataillone zu Marco und durch 2 andere zu Matarellesicherte. Er befestigte das Schloß der Stadt und alle vortheil-haften Höhen, und versorgte sich mit den nöthigen Vorräthenauf zwei Monate. Die Tiroler auch ihrer Seits rasteten nicht.Unweit Noveredo erschienen ihre Schützen auf den Höhen vonder Seite der Folgario, besetzten Pikante Angesichts Ala mit2000 Mann, forderten Trient zur Uebergabe auf, und beschossendie Stadt den ganzen 9. Oktober.
General Peyri, welcher eine Verstärkung von 2 Bataillonsund 2 Escadrons an sich gezogen hatte, zögerte nicht länger mitder Offensive. Er schickte am 10. Oktober durch das Aquiler
Schneidawind / III. Bd. 14