Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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bei Cadine geschlagen und bis an die Noce zurückgeworfen, Per-gine wieder genommen, nur mit Mühe entkamen die Insurgentenauf der Flucht glücklich durch das Cancathal, weil die durch dasPinethal geschickten Bataillone, statt in dieses Thal, unterhalbBedol vorwärts zogen, und hier von überlegener Macht der Ti-roler angefallen, die kostbare Zeit in einem heftigen Kampfe ver-loren hatten.

Es war durch die starken Bewegungen der Tiroler gegenSegonzano und Bedol außer Zweifel, daß sie, sobald Vial fernegenug seyn würde, die Wegnahme Trients hinter ihm beabsich-tigten. Er warf daher sogleich den größten Theil seiner Machtauf seinen rechten Flügel, schickte 3 Bataillone voll Civezzaiwüber Pergine durch das Cancathal nach Bedol, ließ Lavis selbstdurch 2 SchlachthaufeU mit 2 Geschützen bedrohen, und gingindessen an der Spitze von 6 Bataillonen, seiner Reiterei und2 Geschützen am 3. Nov. von Trient nach Segonzano, das beiseinem Herannahen vom Feinde geräumt wurde.

Die Tiroler, vermuthlich schon von der Bewegung des Ge-nerals Pcyri von Belluno gegen Botzen benachrichtigt und ge-schreckt, begehrten nochmals einen Waffenstillstand. Mal fordertedagegen von ihnen Niederlegung ihrer Waffen, erschien mit seinenTruppenabtheilungen am 4. Nov. am Lavisstrom und setzte ohneWiderstand über, weil sich die Tiroler eiligst nach Botzen zurück-gezogen hatten. Lavis wurde besetzt, eben so die Höhen, welcheSt. Michaele beherrschen; deßgleichen durch 6 Bataillone diePunkte Cembra, Taver, Grunnen und Carbonara, von wo sichdie Hauptschluchten des Gebirges nach Salurn und Neumarkt'öffnen. Zwei Bataillone mußten über Cavalese und Pansa nachWill, oberhalb Neumarkt; vier andere nach Salurn durch dieSchlucht von Apochi und Lago-Brun. Trient hingegen, Cadine,Ala, Rovepedo, Bucca di Vela, im Rücken der Division, bliebenmäßig besetzt.

Folgenden Tages hatte General Mal schon sein Hauptlagerzu Neumarkt, seinen Vortrab zu Branzoll, unweit Botzen, alser von der bedenklichen Lage des Generals Peyri Nachricht be-kam, welcher sich wirklich in Botzen befand.

Peyri, der vorzüglich deswegen nach Botzen vorgeschickt wor-den war, um einerseits die ganze Aufmerksamkeit der Tirolerdahin zu lenken, andererseits die Vereinigung der Division Vial

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