Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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konnte man das nur als die letzten Zuckungen der hinscheidendenEmpörung betrachten.

Nur im obern Jnnthale, im geräumigen Thalkessel von Lan-deck, zu welchen^ links und rechts so vielerlei Schluchten undWege aus dem Gebirge herabführen, zeigten sich noch immerbewaffnete Haufen unter Firler, Jnbile und Mahrbcrgcr. Siezu bewachen, hatte General Rechberg die Stellung von Jmstmit 90 Schützen vom Negimente Kronprinz unter Major Sei-boltsdorf mit dem 1. leichten Bataillon, mit 2 Compagnien des4. Linien-Regiments unter Major Duppel, 2 Kanonen und 1Escadron Chevaurlegers besetzt und mit einer ausgedehnten, da-her schwachen Vorpostenkette umgeben.

Am 11. November Morgens um 8 Uhr wurde seine schwacheVorpostenkette plötzlich von wenigstens 800 Tirolern überfallen,die von Mils gegen Jmst und von Arzelen gegen die ArzelerBrücke zogen. Die immer wachsende Menge des Feindes undder wüthende Ungestüm»: der Angreifenden drängte die Soldatenzurück und vereitelte jeden Versuch, den die braven OffiziereFritsch, Ganther, Hofstetten und Franken, vom 1. leichten Ba-taillon und 2. Jnfanterie-Regimente machten, mit ihren Schützendie Höhen von Jmst zu behaupten. Da erschien plötzlich derHeldenkühne Major Ludwig v. Seiboltsdorf mit einer Compag-nie des 1. leichten Bataillons zur Hilfe. Unerschrocken stürzte er,umgeben vom Oberlieutenant Fritsch, den Sergeanten Florcnsund Weber, dem Corporal Weber und noch einigen Braven,durch den Kugelregen, , die Gunkel Anhöhen erklimmend, indie dichtesten Haufen der Tiroler. Jetzt drang Alles vor-wärts. Die Insurgenten flohen wild durcheinander, rechts derStraße gegen Landeck zu, verfolgt von einem Zuge Chevaur-legers des 1. ReginMs und dem Feuer eines Geschützes.

Als aber bald darauf an der Arzeler Brücke die Compagniedes Hauptmann Mar von Thiercck vom 1. leichten Bataillon,welche die linke Flanke der Stellung von Jmst decken mußte,ebenfalls angegriffen wurde und Hauptmann Neynier, der mitseiner halben Batterie und einigen Truppen in Eile zur Ver-stärkung/von Silz angekommen war, die Insurgenten nicht mitseinem Kanoncnfeuer aus ihrem vortheilhaften Stand treibenkonnte, kehrten auch die nach Landeck geflüchteten Bauern instärkerer Anzahl als zuvor zurück. Anfangs rückte diese Mann-