§ tj. Stetlungsverliältnisse lateraler Sprossungen der nämlichen Achse etc.
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an denen sich in centrifugnler, schraubeliger Folge Bliitheuköpfchen enhvickeln :Parlialinilorescenzen, deren Seitenachsen cenlripelal geordnet sind. Die Inllo-rescenz von Helichrysum arenariuni trägt an der, mit einem Köpfchen endigendenHauptachse ceutripetal geordnete Zweige, die centrifugal, als zur Wickelbildungneigende Dichasien, sich verästeln; jede Achse dieser Dichasien endigt als einBlüthenküpfcheu mit einer eenlripelalen Auszweigung.
§ 8 .
Stellungsverhältnisse lateraler Sprossungen der nämlichen Achse:longitudinale Entfernung der einen von den anderen.
Zweige entstehen stets, Blätter in der Hegel ans einer Achse in von untennach oben fortschreitender Aufeinanderfolge. Die Neubildung eines Zweiges,oder einer gleichzeitig auftretenden Gruppe von Zweigen, oberhall) des letzt zuvorentwickelten geschieht in jedem Falle nach Erreichung eines bestimmten Maassesdes Längenwachsthums des Achsenendes; eines Maasses, das in der Zahl der imterminalen Yegetationspunkte gebildeten Zellen (bei Sphagnum z. B. hei 2 / ö Stel-lung der Zweige und Blätter = 4 Zellen /.weilen Grades) , oder in der Zahl der
aus ihm inzwischen entwickelten Blätter (bei den meisten Phanerogamen =1, beiSelaginellen z. B. = I C) ausdrtlckbar ist. In eiten solcher Weise bestimmt ist derEntstehungsort eines neu auftretenden Blat-tes in Bezug auf das nächstniedere, oder dasnächsthöhere Blatt. Für aufeinander folgendeBlätter oder Zweige, welche derselben Achseangehören, sind die betreffenden Distanzenannähernd gleiche; sie differiren währenddes ersten Jugendzustnnds der Knospe nichtmerklich. Wenn sie später, nach Entfaltungder Knospe, auffällig verschieden werden,so hat dies seinen Grund in ungleicher Strek-kung der Internodien ; in den extremen Fäl-len im Eintritt intensiven intercalaren Wachs—tliums in den einen, im Unterbleiben des in-tercalaren Wachslhums in den anderen.
Es entspringt aus einem gegebenen Quer-absclmilt einer Hauptachse entweder nur eineeinzige Seitenachse, ein einziges Blatt. SolcheZweige oder Blätter heissen zerstreut ge-stellte. Oder es entstehen an der Achse , ingenau gleicher Höhe, mehrere Zweige, meh-
Fig. 64. Sclieitelansichten zweier aufeinander folgender Entwicklungsstufen (1er lilülliedesTropaeolumMoritzianum. An der oberen Figur sieht man zu unterst das querdurchschnitteneStützblatt. Die Kelchblätter, Corollenblätter !p) und die fünf bis dahin angelegten Staubblätters( sind verschieden gross, die jüngsten die kleinsten, und verschieden weit vom Centrum derbUitüenacbse entfernt. An der unteren Figur, einer Knospe entnommen, deren drei Carpellebereits angelegt sind, ist die Grossendifferenz der Petala und Stamina ziemlich ausgeglichen.
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Fig. 04.