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Die Gränzen Frankreichs.
Besitz, bis sie der Frieden von Chateau Cambresis an Spanienbrachte. 1646 ergab sie sich durch Capitulation dem Prinzenvon Enghicn, nachdem Piccolomini zu lange mit dem Entsatzgezögert hatte. 1658 war sie wieder in spanischer Gewalt, und,von den Franzosen und Engländern angegriffen, vertheidigte sieder alte Marquis von Leydcn mit großer Tapferkeit. Erst,nachdem er in der siebenten Woche der Belagerung bei einemAusfall getödtet worden war, ergab sich die Festung (22. Juni).Ludwig XIV räumte sie vertragsmäßig den Engländern undkaufte sie von Karl II, der Geld zur Ausstattung seiner Töch-ter brauchte, für eine in damaliger Zeit zwar bedeutende, aberin Hinsicht der Wichtigkeit des Erwerbs, sehr mäßige Summe.Er ließ sogleich eine schöne Citadelle auf der Südseite unddas Fort Louis an dem Kanal von Bergues erbauen. Han-del und Schifffahrt blühten, als England im utrechter Friedenauf die Schleifung der Festungswerke drang. Im aachnerFrieden machte sich Frankreich von neuem dazu anheischig;doch hat es niemals sehr geeilt, diesen Verbindlichkeiten nach-zukommen. Im Gegentheil, unter der Hand wurden neueWerke angelegt. Ludwig XIV hatte Millionen auf diesenPlatz verwendet; sein Nachfolger that weniger, obgleich derMarschall von Sachsen sich ganz besonders für Dünkirchen in-teressirte. 1763 wurde im Vertrage von Versailles von neuemder Demolirung dieser Festung gedacht, und in dem Alliance-Tractat von Aranjuez (12. April 1779) hatte sich Frankreichdie Herstellung der Festungswerke von Dünkirchen, als eineder Hauptbedingungen des Bündnisses garantiren lassen. Dün-kirchen ist der Geburtsort des berühmten Seehelden JohannBaert, dessen Familie aus Sachsen stammend, sich hier nie-dergelassen hatte. Er versah, mit der ihm eigenen Kühnheit,1694, seine belagerte Vaterstadt mit Lebensrnitteln und starbauch 1702 in den Mauern derselben. Die Entfernung vonhier nach Paris beträgt 62Lieues; die nach Gent 19 L.; dienach Ostende 9 L.; die nach Calais 10 L.; die nach der Fe-stung Gravelincs, deren bei der Beschreibung der Küste ge-dacht wird, 6 L. Mit dieser letzten Stadt ist Dünkirchen