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Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.
des Marschalls von Boufflers. 1815 befehligte der GeneralLapoype (früher Commandant in Wittenberg) in dieser Stadt;Vauban der Erbauer der Citadelle, war lange Jahre Gouver-neur dieser Festung, er starb am 30. März 1707 im 65stenJahr seines Alters zu Paris, nachdem er durch seltene Gei-steskräfte und die Anwendung derselben zum Nutzen seinesVaterlandes, zu den höchsten militairischen Ebrcnstellen gelangt,und in den Besitz der ersten Orden des Reichs gekommen war.Sein eigentlicher Name war Sebastian le Prätre. Bei seinemTode führte er den Titel eines Generaldirectors der FestungenFrankreichs, eine Würde, die nie ein General vor ihm undnach ihm mit größerem Rechte bekleidet hat. In den letztenTagen des Monats April 1792 trug sich in den Mauern die-ser Stadt ein Vorfall zu, von der Zügellosigkcit der damali-gen republikanischen Soldateske herbeigeführt. Der Graf Theo-bald Dillon war mit einer Abtheilung Truppen aus Lille aus-gezogen, um eine Recognoscirung vorzunehmen, als er von öster-reichischer Cavallerie unter Anführung des General Happan-court unvermuthet angegriffen und zum Rückzüge genöthigetwurde. Er erreichte nach einem, den Verhältnissen gemäß,geringen Verlust, die Thore von Lille. Kaum hier angekom-men, vereinigten sich seine eigenen Soldaten mit der niedrig-sten Volksklasse, drangen in seine Wohnung, ermordeten ihn,und verstümmelten seinen Leichnam auf eine schändliche Weise.
Die Entfernung von Lille nach Paris beträgt 47 alteLieues, oder 236 Kilom., oder 23 Miriam. Die Kunststraßein jene Hauptstadt führt über Douay, eine Festung, mit wel-cher Lille auch durch den, 6 deutschen Meilen langen Deulen-kanal in Verbindung steht. Die große Straße läuft durchdas Thor und die Vorstadt des Malades, über ein mit vie-len Windmühlen angefülltes Terrain, in die weite Ebene vonLcsquin, erst hinter dem Kirchdorf Antreuble erheben sich unbe-deutende Hügelzüge, und bei Pont-ä-Beuvry ziehen sich andereniedrige Anhöhen an beiden Ufern eines Baches hin, über wel-chen die Straße, mittelst einer steinernen Brücke führt; dannlauft sie wieder durch ebenes Terrain, bis an die Scarpenbrücke
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