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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Die Gränzen Frankreichs.

über 1200 Häuser, und 10,645 Einwohner. Eine Merkwür-digkeit der Stadt ist, daß der berühmte Marschall Fabert inihren Mauern gestorben, und der Herzog von Larent in ih-ren Mauern geboren wurde. Auch der berühmte Turenne er-blickte im hiesigen Schlosse das Licht der Welt.

E. Das zu dem Departement der Maas gehörigeArrondissement Montmedy (2Le Militairdi-vision) und das Departement der Mosel(3te Militairdivision.)

Die zum Departement der Maas, und dem Arron-disscment ihres Namens gehörige Festung Montmedy liegt2Lieucs von der niederländischen Gränze entfernt am rechten Uferder untern Chiers, sie ist auf einem Felsen-Oblongum, welchesvon den übrigen zu den Ardcnnen gehörigen Bergen abgeson-dert liegt, erbaut, an dessen Fusse die Niederstadt (Medybas)ü'cgt. Auf der Ostscite ist sie mit angebauten Feldern undWiesen umgeben, nur zwischen Frcmois und Thonelle tretenunbedeutende Höhenzüge gegen sie heran. Auf der Südseitetrennen bedeutende Hohlwege und Steinbrüche die Festungvon Weinbergen, die nur 150 Lieucs vor dem Hauptwallliegen. Die Chiers beschreibt auf dieser Seite einen Bogen,erst bei Le Oeuillons nimmt sie ihren Lauf wieder westlich; aufihrem linken Ufer zieht sich der sogenannte Stadtwald hin.Felsige und steinige Umgebungen auf dieser Seite verhinderneinen Angriff und das Eröffnen der regelmäßigen Laufgräben.Die niedere Stadt ist mit der obern durch eine canaclirte18 Fuß hohe, und 5 Fuß dicke Mauer, die sich auf beidenSeiten hinzieht, verbunden, die Mauer ist mit vorspringendenkleinen Bastions versehen, von denen sie der Länge nach be-stachen werden kann, zugleich flankirt der bedeckte Weg beidegegen die Oberstadt hinauf laufenden Seiten. Beide Städtezusammen haben nur 270 Häuser, und 1724 Einwohner.1657 war Montmedy schon ein sehr fester Ort, und Lud-wig XIV entließ den Marschall De la Fertä, den er zur Be-lagerung dieser Festung absendete, mit den Worten: Halten