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Die Gränzen Frankreichs.
Einwohner. Hagenau war schon früher eine bedeutende Fe-stung, Montccuculi mußte sogar 1675 von der Belagerungdieses Platzes abstehen. 1814 waren die Festungswerke nochnicht wieder hergestellt, eine Brigade Cavallerie unter GeneralSt. Sulpice zog sich ohne sich zu vertheidigen, über Savernnach Lothringen zurück. 1815 war die Umgegend und beson-ders der Forst am 26. Juni der Schauplatz hitziger Gefechte,zwischen den Oestcrrcichern unter Graf Walmoden und denFranzosen unter dem General Rothenburg. Den folgendenTag nahm der Kronprinz von Würtcmberg die Stadt nachmehreren glänzenden Gefechten, welche seine Meuterei mit denFranzosen bestanden hatte. Hagenau ist fünf Neues von Stras-burg entfernt, und steht durch eine vortreffliche Kunststraßemit dieser großen Stadt in Verbindung.
Strasburg ist eine Festung vom ersten Range, liegt nureine Viertellieue vom Rhein entfernt, undbe herrscht eine weiteEbene. Die Stadt selbst ist von zehn großen Bastionen, vie-len halben Monden, Horn- und Kronenwerken umgeben.Außerdem gehören die starke Citadelle, welche aus fünf Ba-stionen besteht und ein starkes Hornwerk und viele Außen-wcrke gegen den Rhein hat, auch das Fort Blaue am lin-ken Ufer der Jll und das Fort Pierre auf der Westseite zuden weitläufigen Werken, welche sie umschließen. Die Stadthat sieben Thore, viele Kirchen, schöne Kasernen, den höch-sten Thurm in Europa, 4300 Häuser und 49,060 Einwohner.Die fünfte Militairdivision hat ihr Hauptquartier hier und derGeneral Nvmc ist Commandant der Stadt. Die hiesige Mi-litairschule steht unter der Aufsicht des General Boulard unddas große bedeutende Arsenal unter dem Oberst Berthier. DerGeneral Claparcde ist Gouverneur des hiesigen köm'gl. Pala-stes. Zur dermaligen Garnison gehört das dritte und vierzigsteNnienregimcnt, das fünfte Fuß- und das dritte reitende Ar-tillcricregimcnt. Die Kanonengießerei wie das Militairhospi-kal und die Münze, welche Geldsorten mit der Signatur Lk.Ichlagt, sind merkwürdig genug, um angeführt zu werden.